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Einflußnahme im Interesse der Anleger
Engagement-Ansatz der Deka

Investoren haben nicht nur die Möglich­keit, sondern auch die Pflicht, Ein­fluss auf Firmen zu nehmen, in die sie investiert sind. Die Deka unter­stützt sie dabei mit einem umfas­senden Dienst­leistungs­paket.

Ob VW oder Daimler, ob Deutsche Bank oder die Versorger Eon und RWE: Auf den diesjährigen Haupt­versammlungen von zehn deutschen Unter­nehmen hat die Deka die Stimme erhoben. Im Sinne ihrer Anleger. Denn die Ausübung des Stimmrechts auf Haupt­versammlungen und der direkte Dialog mit den Unter­nehmen sind für die Deka als Vermögens­treuhänder wichtige Instrumente der nach­haltigen Kapitalanlage.

„Im Interesse unserer Anleger wählen wir einen ganzheitlichen Engagementansatz.“

Michael Schmidt

Dialog auf vielen Ebenen

„Das Stimmrecht ist eines der wertvollsten Rechte des Aktionärs und verpflichtet zu einem verantwortungs­vollen Umgang damit“, sagt Michael Schmidt, Geschäfts­führer bei der Deka Investment. Neben der Präsenz auf den Haupt­versammlungen, das heißt dem Wahrnehmen des Rede­rechts sowie der Teil­nahme an Abstimmungen, nutzt die Deka auch ihre rund 1.600 Unter­nehmens­kontakte pro Jahr, um im direkten Gespräch mit Vor­ständen und Aufsichts­räten ESG-Themen (Environmental, Social, Governance) zu adressieren. „Im Interesse unserer Anleger wählen wir einen ganz­heitlichen Engage­ment­ansatz“, erläutert Schmidt.

Neue regulatorische Anforderung

Aus Sicht der Deka liegt in einer verantwortungs­vollen Unternehmens­führung der Schlüssel zu nach­haltiger Wert­steigerung ihrer
Investments. Deshalb hat die Vertretung der Interessen und Stimmrechte ihrer Fondsanleger gegen­über den Aktien­gesell­schaften einen hohen Stellen­wert und das Wert­papier­haus greift mit seinem Engagement­ansatz bereits jetzt die neuen Anforderungen der Aktionärs­rechte­richt­linie auf, die im Früh­jahr 2017 vom EU-Parlament gebilligt sowie vom Europäischen Rat verab­schiedet wurde und nun bis Mitte 2019 in nationales Recht umgesetzt werden muss. Die neue Richtlinie hat unter anderem das Ziel, größeren Druck auf die Anleger auszu­üben, sich mit Nach­haltigkeits­themen ausein­ander­zusetzen. „Die Reform der Aktionärs­rechte­richtlinie soll das Engagement von Aktionären stärken und erleichtern sowie Anreize für lang­fristigere Investitionen von institutionellen Anlegern und Asset Managern schaffen“, berichtet Schmidt. Die Richtlinie verpflichtet institutionelle Anleger und Vermögens­verwalter außerdem dazu, mehr Trans­parenz in Bezug auf ihre Anlage­strategien, ihre Mitwirkungs­politik und deren Umsetzung zu schaffen.

Reporting informiert über alle Aktivitäten

Auch aus diesem Grund bietet die Deka seit kurzem eine umfas­sende Engagement­dienst­leistung für institu­tionelle Anleger an. Dazu zählt auch ein individuell zuge­schnittenes Reporting. In diesem ausführ­lichen Bericht informieren die Deka-Experten zunächst über ihre aktuellen Engagement­schwerpunkte aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Corporate Governance, bevor sie dann auf die einzelnen Engagement­aktivitäten
bei den Unternehmen eingehen, die der Anleger im Portfolio hält. Die detaillierte Übersicht enthält alle wichtigen Informationen zu den Themen, über die abgestimmt wurde, inklusive der jeweiligen Abstimmungs­ergebnisse. Außerdem einen kurzen
Ausblick zu kritischen Fragen, die möglicherweise
noch nicht beantwortet wurden.


„In diesem Jahr ist der Klimaschutz für uns ein wichtiger Schwerpunkt“, berichtet Winfried Mathes, Vertreter der Deka auf den Aktionärs­treffen. Er selbst war deshalb unter anderem bei den Haupt­versammlungen von VW, Daimler und BMW, um öffentlich detail­lierte Planungen zum Thema Elektro­mobilität anzu­mahnen. Und bei den Versorgern Eon und RWE ging es in seinen Wortbei­trägen vor allem um den Ausstieg aus der fos­silen Versorgung.

Engagementansatz der Deka
Stimmrechtsausübung im Sinne der Investoren

Klar definierte Kriterien

„Die Aspekte der guten Unternehmensführung, der Corporate Governance, werden immer öfter von den Aktionären kritisch beäugt“, hat Mathes beobachtet. So auch von der Deka. Denn eine verantwortungsvolle Unternehmens­führung ist für die Deka der Schlüssel zur nach­haltigen Wert­steigerung
der Investments. Anhand klar definierter Kriterien, die in den „Grund­sätzen der Stimm­rechtsausübung“ zusammengefasst sind, üben Mathes und seine
Kollegen, direkt oder über Stimmrechtsvertreter, das Aktionärsstimmrecht treuhänderisch für die Fondsanleger aus. Erfolgt die Ausübung über Dritte, erteilt die Deka eine Vollmacht an den Stimmrechtsvertreter unter Vorgabe konkreter Weisungen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten. Weitere Informationen unter: www.deka.de/dekagruppe/nachhaltigkeit

„In diesem Jahr ist der Klimaschutz für uns ein wichtiger Schwerpunkt.“

Winfried Mathes

Aktiv bei mehr als 300 Hauptversammlungen

Anders als in der öffent­lichen Wahr­nehmung der Fall, geht es bei den Haupt­versamm­lungen nicht nur um das Abnicken von Jahres­abschlüs­sen und der künftigen Vergütungs­politik von Vor­ständen und Aufsichts­räten, betont Mathes. Im Gegen­teil: 2017 stimmte die Deka Invest­ment auf 314 Haupt­versamm­lungen aktiv ab. Rund ein Viertel der Tages­ordnungs­punkte wurden dabei abgelehnt. Im Sinne der Investoren.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 3, Oktober 2018