KOMPETENZ

Kooperation gegen den Klimawandel: Reduzierung und Ausgleich von CO2-Emissionen

Ein CO2 neutraler Geschäftsbetrieb lässt sich nur durch eine konsequente Reduzierung aller vermeidbaren CO2-Emissionen erreichen. Der dann noch - trotz aller Bemühungen – verbleibende Ausstoß kann kompensiert werden. Dafür bietet sich die Finanzierung von Klimaschutzprojekten rund um den Globus an. Ab Ende März unterstützt die Deka ihre Kunden sowohl bei der Ermittlung ihres nicht vermeidbaren CO2-Fußabdrucks als auch bei der anschließenden Kompensation. Die Kooperation mit der Deka bringt zahlreiche Vorteile.

März 2021

Die Deka unterstützt ihre Kunden ab Ende März beim Ausgleich von nicht vermeidbaren CO2-Emissionen. Durch die Finanzierung von Projekten zur CO2-Einsparung rund um den Globus wird ein wirksamer Ausgleich für den eigenen, trotz aller Bemühungen unvermeidbaren CO2-Fußabdruck geschaffen.

„Wir wollen zusammen mit den Sparkassen aktiv daran arbeiten, um die Politik bei der Erreichung der Klimaziele zu unterstützen. Dabei verbinden wir unser Know-how im Kapitalmarktgeschäft mit unseren Erfahrungen im Nachhaltigkeitsbereich und bieten eine Lösung für den CO2-neutralen Geschäftsbetrieb“, beschreibt Deka-Vorstandsmitglied Martin K. Müller die Beweggründe hinter dem neuen Angebot der Deka.

Das Vorgehen folgt einem klar definierten Prozess: Wenden sich Kunden an die Deka, um mit ihrer Unterstützung die eigenen Emissionen zu kompensieren, empfiehlt die Deka zunächst, den Gesamt-Ausstoß pro Jahr zu erheben, dann im Hinblick auf vermeidbare Emissionen zu analysieren und anschließend zu reduzieren. Erst im vierten Schritt folgt die Kompensation des verbleibenden Ausstoßes.

Klares primäres Ziel ist die größtmögliche Reduzierung des eigenen Ausstoßes.

„Diesen Regelkreislauf verfolgen wir bei der Deka sehr bewusst“, berichtet Ralf Schneider, Leiter ESG Investments & Products im Kapitalmarktgeschäft der Deka. „Es geht uns darum, dass Sparkassen und Unternehmen erst einmal die größtmöglichen Anstrengungen unternehmen, ihre vermeidbaren Kohlendioxidemissionen, soweit es über sinnvolle Maßnahmen möglich ist, zu reduzieren. Erst wenn sie das geschafft haben und diesen Ausstoß nicht mehr weiter senken können, greift das Kompensationsangebot. Nur durch diese Kombination aus Reduzierung und Ausgleich helfen wir dem Klima. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit unseren Kunden gehen.“

Dieses Vorgehen passt auch zu der „Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften“, welche die Deka gemeinsam mit 191 Sparkassen und Verbundinstituten (Stand 29. Januar 2021) unterschrieben hat.

Unkomplizierter Zugang über Deka Easy Access (DEA).

Den ersten Schritt – die Erhebung des aktuellen jährlichen Kohlendioxidausstoßes – übernimmt der Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU), eine Initiative zahlreicher Kreditinstitute, der auch die Deka angehört. Er bietet dafür ein anerkanntes Online-Kennzahlentool an. Der Zugang für Kunden der Deka ist denkbar einfach: Er erfolgt per Mausklick über Deka Easy Access. Für die Nutzung muss eine Zusatzvereinbarung mit der Deka unterschrieben werden, bevor das eigens auf DEA eingerichtete Modul „CO2“ freigeschaltet wird und damit auch der Zugriff auf das VfU-Kennzahlentool. Hier kann jedes Unternehmen die eigenen Daten eingeben und dadurch die jeweiligen jährlichen Emissionen selber ermitteln. Dabei unterstützt die Deka kostenfrei die Nutzung des VfU-Tools über ein Video-Tutorial, Workshops sowie Sprechstunden zur Klärung offener Fragen bezüglich der Nutzung. Auf dieser Basis folgt im zweiten Schritt die Analyse der hausinternen Einsparpotenziale sowie im dritten Schritt die Reduzierung aller nicht notwendigen Emissionen.

So wird kompensiert.

Erst dann werden die Rest-CO2-Emissionen kompensiert. „Dafür haben unsere Kunden Zugriff auf eine Auswahl mehrerer, von uns bereits vorausgewählter Klimaschutzprojekte vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen auf unterschiedliche Art und Weise CO2-Emissionen vermieden werden“, erläutert Eva Schrennen, im CO2-Projekt der Deka zuständig für die Auswahl der Kompensationsprojekte. Der Vorteil des regionalen Schwerpunkts auf Schwellen- und Entwicklungsländer besteht darin, „dass dort durch den Einsatz neuester Technologien vergleichsweise große Mengen CO2 gespart werden können“, erläutert Müller. Schrennen betont: „In Frage kommen ausschließlich Projekte von namhaften Anbietern. Die inhaltliche Bandbreite umfasst Wind- und Solarenergie ebenso wie Biogas, sauberes Trinkwasser und emissionsarme Kochöfen.“ Mit diesen Anbietern schließt die Deka Rahmenvereinbarungen ab.

Die Vorhaben werden im Jahres-Rhythmus von der Deka neu ausgewählt und erfüllen international etablierte Qualitätsstandards wie den „Gold Standard“ oder den „Verified Carbon Standard“ (VCS). Die von jedem Projekt im Jahr erzielten CO2-Einsparungen werden von den Organisationen des Gold- beziehungsweise VCS-Standards offiziell mit einem „Emissionsreduktions-Zertifikat“ bestätigt. Zusätzlich prüfen auch noch einmal renommierte Institutionen wie z.B. der TÜV Nord die betreffenden Projekte. Die jeweiligen CO2-Zertifikate werden erst dann generiert, wenn die entsprechende Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes tatsächlich und nachweislich erzielt worden ist.

Aus diesem streng überprüften Projektuniversum wählen die Sparkassen und institutionellen Investoren dann ihre präferierten Vorhaben aus, über die sie ihren eigenen Rest-Kohlendioxidausstoß kompensieren möchten. Daraufhin veranlasst die Deka über externe Spezialanbieter die sogenannte Stilllegung der entsprechenden Zertifikate im öffentlichen Register. Damit wird sichergestellt, dass jedes Zertifikat nur genau einmal genutzt wird und eine eingesparte Tonne CO2 nicht für die Kompensation mehrerer Tonnen verwendet werden kann. Der institutionelle Anleger erhält abschließend eine Stilllegungsbescheinigung, die für die Kommunikation der Nachhaltigkeitsaktivitäten nutzbar ist.

Zusammenarbeit mit der Deka bringt zahlreiche Vorteile.

„Wir als Deka stellen eine ordentliche Infrastruktur, einen verlässlichen Prozess und teilen unsere Expertise“, fasst Müller die Leistungen des Wertpapierhauses der Sparkassen zusammen. Kunden profitieren von der Zusammenarbeit mit der Deka gleich mehrfach. So finden sie bereits eine Auswahl geprüfter Projekte vor. Damit ersparen sie sich einen immensen Rechercheaufwand. Auch der juristisch-administrative Aufwand reduziert sich auf ein Minimum, denn mit allen Projektanbietern hat die Deka bereits Rahmenverträge ausgehandelt. Nicht zuletzt erzielen Kunden wichtige Größenvorteile: Die Deka bündelt sämtliche Teilnehmer mit deren benötigten Kompensationsvolumina in einer Einkaufsgemeinschaft. Dadurch entsteht eine starke Einkaufsmacht, die bei der Sammel-Stilllegung spürbare Preisvorteile erzielen kann.

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