Dreistufige Due Diligence

Kompetente Begleitung über den gesamten Investmentprozess.

Alternative Credit-Transaktionen sind komplex und finden in weitgehend illiquiden Märkten statt. Aber sie können sich lohnen, da die erzielbaren Illiquiditäts- und Komplexitätsprämien attraktiv sind. „Voraussetzung für ein solches Investment ist allerdings eine sorgfältige Prüfung durch die institutionellen Investoren“, erläutert Dirk Wiegelmann, Leiter Kompetenzteam VAG-Investoren bei der Deka. „Denn normalerweise werden die Investments bis zur Endfälligkeit gehalten, weil es für sie keinen wirklich belastbaren Sekundärmarkt gibt. Und da die Fälligkeiten meist Jahrzehnte später liegen, sollte die Entscheidung für eine solche Transaktion gut überlegt sein“. Passen die Rahmenbedingungen für den jeweiligen Anleger, dann kommt es für den Erfolg darauf an, zeitnah die richtigen Weichen zu stellen.

Juli 2021

Auswahl- und Strukturierungs-phase erfolgsentscheidend.

Aufgrund der Illiquidität des Marktes ist die erste Phase der Auswahl und Strukturierung der Transaktion „zu 95 Prozent erfolgsentscheidend“, unterstreicht Wiegelmann. Entsprechend tiefgründig und umfassend erfolgt die Due Diligence. „Man muss gleichsam mit dem Mikroskop vorgehen und jedes Detail genau prüfen“. Die Due Diligence-Phase der Deka besteht immer aus einem Dreiklang aus Originator-, Underlying- und der Transaktions-Dokumentations-Prüfung. „Wir schauen uns den Emittenten ganz genau an, sowohl hinsichtlich der Marktstrategie als auch des Managements, der personellen Besetzung sowie der Bilanzen der letzten Jahre“, erklärt Denis Friess, Leiter Institutionelles Fondsmanagement bei der Deka. Den größten Teil der Due Diligence bildet die Analyse des Underlyings. Die Deka legt ganz bewusst Wert darauf, dass die Basis-Vermögenswerte besonders werthaltig sind. „Wir sind davon überzeugt, dass die Recovery-Quoten in einem unwahrscheinlichen Ausfall-Szenario deutlich höher sein werden als bei einer klassischen Unternehmensanleihe“. Wie werthaltig die Underlyings sind, zeigt das Beispiel einer Transaktion der Deka 2019: Bei der Strukturierung einer Anleihe, welche besichert ist durch einen Kredit an eine soziale Wohnungsbaugesellschaft in Frankreich, wurde in der Due Diligence-Phase genau die Beziehung der Wohnungsbaugesellschaft zu der lokalen Regierung untersucht. Obwohl es keine harte Garantie gibt, liegt eine ausreichende Verflechtung der Wohnungsbaugesellschaft und der Regierung vor. Diese Besicherung ist essenziell. Denn für den Fall, dass bei längeren Laufzeiten Schwierigkeiten auftreten, kommt es darauf an, sich die Durchgriffsrechte zu sichern. Bei Erbbau-besicherten Transaktionen geht dies dann bis zum Durchgriff auf das eigentliche Grundstück beziehungsweise auf die Immobilie selbst. Bei der Due Diligence-Prüfung des Underlyings führt die Deka die Vor- und Nachteile für jeden Aspekt aus. Die Kriterien werden dabei jeweils individuell an das Underlying angepasst. Am Ende der Analyse wird dem Kunden eine umfangreiche Investitionsvorlage zur Verfügung gestellt. „Vor dem Hintergrund unserer Sorgfaltspflicht als Vermögensverwalter legen wir bei der essenziellen juristischen Due Diligence großen Wert darauf, auf Basis der Transaktions-Dokumentation ein Maximum an investorenfreundlicher Ausgestaltung zu erzielen“, betont Friess. Am Ende der Transaktion profitiert der Kunde von einer Best-in-Class-Due Diligence in allen Bereichen. Die Deka ist dabei der zentrale Ansprechpartner für den Kunden und übernimmt die komplette Koordination zwischen den Beteiligten.

Dirk Wiegelmann

Leiter Kompetenzteam VAG-Investoren.

Entscheidender Wettbewerbsvorteil „Komplette Infrastruktur“.

In der Flexibilität des Strukturierungsprozesses liegt ein entscheidender Vorteil, den die Deka gegenüber den meisten Mitbewerbern bietet: „Kunden erhalten von uns die gesamte Infrastruktur“, hebt Wiegelmann hervor. „Sie können von uns die Funktionen einer Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) ebenso erhalten wie die Funktionen einer Verwahrstelle und des Asset Managements.“ Inwieweit der Kunde dieses Alles-aus-einer-Hand-Angebot wahrnimmt, hängt davon ab, wo er seinen Masterfonds hat, wer seine KVG ist. Liegt sie bei der Deka, wird zügig in einem Masterfonds ein neues Segment aufgelegt, wo die Inhaber-Schuldverschreibung der Alternative Credit-Transaktion gekauft werden kann. Ebenso ist es für die Deka aber auch möglich, als externer Asset Manager bei einer fremden Master-KVG zu agieren.

Investmentrecht und Investmentsteuerrecht.

Im Zuge der Strukturierung bringt die Deka die verschiedenen regulatorischen Ebenen der Transaktion zusammen und ordnet diese. Die Transaktion muss sich für den Erwerb durch einen Spezial-AIF investmentrechtlich qualifizieren. Dafür steht der Portfoliomanager im Austausch mit der Investment-Compliance, also den Risiko- Controllern. Dabei werden Fragen geklärt wie „Was wird investmentrechtlich und was wird investment-steuerrechtlich erworben“? Dafür gibt es keinen fest vorgegebenen Kriterienkatalog. Beide Kategorien – Investmentrecht und Investmentsteuerrecht – müssen individuell betrachtet werden. Die notwendigen Kompetenzen sind vielfältig und anspruchsvoll und können nur von sehr wenigen Anbietern im Markt abgedeckt werden. „Das ist neben dem exzellenten Netzwerk unsere große Stärke: Unsere umfassende Infrastruktur und die daraus resultierende Fähigkeit, die regulatorischen Bedürfnisse unserer Kunden exakt zu berücksichtigen“, stellt Wiegelmann heraus.

Die Deka-Datenbank hilft bei der Überwachung.

Ist die Transaktion dann entsprechend hochwertig, optimal strukturiert und liegt im Portfolio des Kunden, beginnt die laufende Überwachung und Begleitung durch die Deka. Während der gesamten Laufzeit übernimmt sie das Servicing. In diesem Rahmen wird den Kunden regelmäßig Bericht erstattet, wie sich die Investments entwickeln. Die Grundlage für den kontinuierlichen Risikomonitoring-Prozess durch das Portfoliomanagement bildet eine eigens entwickelte Datenbank. Hierin sind die gesamten Details der jeweiligen Finanzierung erfasst. Dank dieser Datenbank ist die Monitoring-Infrastruktur der Deka führend. Sie bildet die Grundlage für maßgeschneiderte Exitlösungen, falls diese doch einmal benötigt werden sollten. Zeichnet sich ab, dass es zu einer Leistungsstörung kommt, kann somit schnell und frühzeitig gegengesteuert werden.

Die Datenbank ist in dieser Form einzigartig auf dem deutschen Markt. Sie wurde von der Deka bereits vor der Finanzkrise aufgebaut und beinhaltet Daten von mehr als 2.000 Transaktionen im Asset Backed Securities (ABS)-Bereich. „Mit diesen Daten auch zu den Mortgage Backed Securities können wir sehr detailliert auch eine länderspezifische Due Diligence für Immobilien durchführen, zum Beispiel für niederländische Hypothekenverbriefungen“, unterstreicht Friess. „Die Datenbank liefert in einem solchen Fall umfassende Informationen und Materialien zum niederländischen Markt und zu niederländischen Hypothekenkrediten“.

Neu durchgeführte Transaktionen werden kontinuierlich in die Datenbank eingepflegt, so dass das Portfoliomanagement für ein fundiertes Monitoring auf einen Blick alle notwendigen, aktuellen Daten zur Verfügung hat. „Wir haben für jede Transaktion ein eigenes Risikomodell entwickelt, können also eine spezifische Bonitätsabschätzung ableiten, wenn wir das Modell mit den aktuellen Daten füttern, so dass der Kunde lückenlos nachvollziehen kann, wie sich die Position

risikotechnisch verändert“, resümiert Friess. Die Kunden bekommen jährlich eine Executive Summary über die Entwicklung. Sämtliche Transaktionen sind also nicht nur erstklassig besichert. Sie werden auch engmaschig über viele Jahre von der Deka begleitet und überwacht – auch das gibt Kunden Sicherheit bei dieser alternativen Ertragsquelle

„Unsere große Stärke ist die umfassende Infrastruktur und unsere daraus resultierende Fähigkeit, die regulatorischen Bedürfnisse der Kunden exakt zu berücksichtigen.“

Denis Friess

Leiter Institutionelles Fondsmanagement.

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