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Chancen nutzen – Risiken kontrollieren:
Mit Multi-Asset-Strategien in ein erweitertes Anlagespektrum investieren

Stabile Erträge bei fest kontrolliertem Risiko – dieses Ziel verfolgen Multi-Asset-Strategien, die in ein breit diversifiziertes Portfolio an Anlageklassen und -instrumenten investieren. Institutionelle Anleger können dabei von fundamentalem und quantitativem Fondsmanagement profitieren.

Im aktuellen Niedrig- und Negativzinsumfeld werfen herkömmliche Anlageklassen wie Bundesanleihen oder andere Euro-Staatsanleihen kaum oder nur noch eine geringe Rendite ab. Außerdem sollten die Chancen genutzt werden, die ein weiter diversifiziertes Portfolio bietet. Vor diesem Hintergrund gewinnen Multi-Assetklassen-Konzepte stark an Bedeutung, welche die Risiken weltweit breit über verschiedene Anlageklassen und -instrumente streuen. Entscheidend für den Anlageerfolg ist eine klare Investmentstrategie, die sowohl die Risikotoleranz als auch die Renditeerwartung der Anleger berücksichtigt. Bei Spezialfondsmandaten ist eine kundenindividuelle Orientierung an weiteren Anlageparametern möglich, etwa dem Anlageuniversum und den genutzten Anlageinstrumenten.

 

Breite Streuung im Portfolio

Die hohen Freiheitsgrade des Fondsmanagements bei Auswahl und Gewichtung der Anlagevehikel in Multi-Asset-Konzepten ermöglichen ein erhöhtes Performancepotenzial. Durch die breitere Diversifikation und das umfassende Anlageuniversum kann die Schwankung auf Gesamtfondsebene niedrig gehalten werden. Die konkrete Gewichtung der vorab definierten Assetklassen, etwa Aktien, Anleihen, Währungen, Rohstoffe oder Alternative Investments, bestimmt der Fondsmanager in Abhängigkeit von der Marktlage. Bei der Umsetzung in einem Mischfonds oder individuellen Spezialfondsmandat bietet die DekaBank fundamentale und quantitative Managementstrategien, die sich ergänzen.

Sicherungsstrategien dienen dazu, das Risikobudget so effizient wie möglich an den Kapitalmärkten einzusetzen.

Denis Friess
Leiter Institutionelle Quantitative Mandate
Deka Investment

„Moderne Multi-Asset-Strategien zeichnen sich durch eine aktive, flexible Vorgehensweise und ein zuverlässiges Risikomanagement aus“, sagt Maximilian Bär, Leiter Portfoliomanagement Multi-Asset-Klassenfonds bei Deka Investment. Nach Ansicht des Experten liegt die Stärke des fundamentalen Managementansatzes insbesondere in der Flexibilität und der hohen Anpassungsfähigkeit an die zunehmende Veränderungsgeschwindigkeit: „Wir berücksichtigen geldpolitische Maßnahmen und politische Ereignisse ebenso wie Kapitalmarkttrends und Signale aus den verschiedenen Assetklassen, Regionen und Branchen, wenn wir uns für eine Strategie entscheiden.“

 

Schnell auf Marktveränderungen reagieren

Um dieses umfassende Anlagespektrum in der Tiefe abzudecken und schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können, tauschen sich die Multi-Asset-Experten mit den Fondsmanagern und Analysten aus den Bereichen Aktien und Renten in einem täglichen Meeting aus. „Die Bewertung von kurzfristigen Trends und mittel- bis langfristigen Erfolgsaussichten im Rahmen einer übergeordneten Anlagestrategie findet zusätzlich durch das regelmäßige sogenannte CIO-Meeting statt, welches einen zentralen Erfolgsfaktor unseres dynamischen Investmentprozesses darstellt“, erklärt Bär.

Attraktive Anlageklassen sind aktuell Dividendentitel sowie Unternehmensanleihen im Hochzinsbereich und Schwellenländeranleihen.

Maximilian Bär
Leiter Portfoliomanagement Multi-Assetklassen-Fonds
Deka Investment

Weitere Öffnung durch Anlagestildiversifikation

Das quantitative Fondsmanagement bietet die Möglichkeit, neben dem aktiven fundamentalen Investmentstil andere Entscheidungswege in die Anlage einzubinden. „Dabei greifen wir auf mathematische Modelle zurück, die basierend auf fundamentalen Zusammenhängen die zur Verfügung stehenden Marktinformationen erfassen, analysieren und daraus kontrollierte und nachvollziehbare Anlageentscheidungen ableiten“, erklärt Denis Friess, Leiter Institutionelle Quantitative Mandate bei Deka Investment. Ein Beispiel hierfür ist der Sigma-Plus-Ansatz: „Dieses Modell analysiert nicht nur die Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Entwicklung, sondern nutzt Risikomodelle als integralen Bestandteil bei der Allokation, um das zur Verfügung stehende Risikobudget der Investoren bei den Anlageentscheidungen nicht nur zu berücksichtigen, sondern so effizient wie möglich einzusetzen“, sagt Friess.

Der Investmentprozess des Sigma-Plus-Ansatzes (schematisch)

Quelle: Deka Institutionell

Diese Vorgehensweise wird auch auf der Ebene von Masterfonds als Overlay Management genutzt, entweder um mögliche Verluste durch aktive Steuerung des Gesamtrisikos zu begrenzen oder um unter Vorgaben von Risikobudgets bestmöglich am Kapitalmarkt investiert zu sein, erläutert der Experte. Eine weitere erfolgreich eingesetzte Strategie ist die Trendfolgesystematik, mit der die Experten von Deka Investment seit Jahren erfolgreich die Trends an den Märkten rechtzeitig identifizieren, um durch eine entsprechende Positionierung möglichst lange daran zu partizipieren. Diese Vorgehensweise zeichnet sich durch die reine Beurteilung der Marktrichtung aus; durch den reinen Klick auf Trends ergibt sich die Abgrenzung zu den anderen Produkten.

 

Sowohl der fundamentale als auch der quantitative Managementstil dient dazu, die Renditepotenziale an den Märkten im Rahmen der Multi-Asset-Konzepte nutzbar zu machen und möglichst regelmäßige, stabile Renditen zu erzielen. Dabei rücken inzwischen Segmente in den Fokus der Investoren, die ausreichend Alternativen für Mehrrendite versprechen. „Attraktive Anlageklassen sind aktuell Aktien, welche eine hohe und nachhaltige Dividende bieten sowie Unternehmensanleihen im Hochzinsbereich und Schwellenländeranleihen“, betont Muti-Asset-Experte Bär. „Durch eine entsprechende Mischung und Verteilung der Risikobudgets entsteht Spielraum zum Ausbau dieser Anlagesegmente. Bei Marktveränderungen setzen die Portfoliomanager risikoreduzierende Maßnahmen um und können so höhere Volatilitäten und Rückschlagsgefahren managen.“

Markt & Impuls - Für Sparkassen - Ausgabe 2, Juli 2015