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Fixed Income für Sparkassen
Kapitalmarktkonzepte mit individuellem Zuschnitt

Fixed Income ist der Kern des Kapitalmarktgeschäfts der DekaBank mit Fokus auf dem Bedarf von Sparkassen. Ziel ist es, günstige Einkaufskonditionen auf den Anleihemärkten für die Sparkassen sicherzustellen.

Als Mittler zwischen den Sparkassen und dem Kapitalmarkt hat die Deka die Leistungsfähigkeit mit dem Startschuss zum Wertpapierhaus intensiv ausgebaut und stellt einen sehr effizienten Zugang zum Kapitalmarkt zur Verfügung. „Der Produktbereich Fixed Income ist dabei eine tragende Säule“, so Thorben Lüthge, Leiter Handel und Strukturierung der DekaBank. Auf der einen Seite profitieren die Treasury-Portfolien der Bank vom Ausbau des Fixed-Income-Geschäfts. Auf der anderen Seite liegt der Fokus klar auf einem auf die Sparkassen und ihre Be­dürf­nisse zugeschnittenen Anleihegeschäft. Die Grundposition der Deka ist klar: „günstige Einkaufskonditionen für maßgeschneiderte Produkte sicherzustellen.“

 

Investitionsmöglichkeiten im Primärmarkt schaffen

„Unsere Aufgabe ist es, als Bindeglied zwischen den Emittenten und den Sparkassen für passgenaue Investitionsmöglichkeiten im Primärmarkt zu sorgen“, sagt Lüthge. Im Primärmarktgeschäft nimmt die Deka an Emissionen teil und platziert diese – üblicher­weise in Konsortien – bei Sparkassen, aber auch bei anderen Marktteilnehmern. „Indem wir als Co- oder Joint-Lead-Manager fungieren, können wir die Sparkassen aus der Emission direkt bedienen“, erklärt Lüthge weiter. Dass auch andere institutionelle Kunden der DekaBank an der Platzierung beteiligt sind, kommt am Ende auch den Sparkassen zugute. „Indem wir die Nachfrage bei Emissionen bündeln, entstehen neue Investitionsmöglichkeiten und der Einkauf im Primärmarkt erfolgt sozusagen zu Großhandelspreisen.“ Besonders beliebt seien bei den Sparkassen dabei Anleihen von öffentlichen Emittenten wie beispielsweise den Bundesländern und deutschen Hypothekenbanken. Dank der bereits er­folg­ten Bündelung durch die Anteilseigner ist die DekaBank bei Bundesländeremissionen mit einem Marktanteil von rund 12 Prozent des ar­ran­gierten Volumens vorn mit dabei.

Unsere Aufgabe ist es, als Bindeglied zwischen den Emittenten und den Sparkassen für passge­naue Investitionsmöglichkeiten im Primärmarkt zu sorgen.

Thorben Lüthge

Leiter Handel und Strukturierung

DekaBank

Sekundärmarktgeschäft und Sparkassenbriefe

Lüthge weiß, wie wichtig es ist, dass Primär- und Sekundärmarktgeschäft nahtlos zusammenspielen. „Wir stellen im Sekundärmarktgeschäft – beim An- und Verkauf von Emissionen – regelmäßig faire Preise für die Sparkassen.“ Hier macht sich auch der jüngste Umbau des institutionellen Kunden-Kapital­markt­geschäfts bemerkbar: Der Umbau hat die Effizienz deutlich erhöht und sichert einen schnellen „Abfluss“ zu institutionellen Kunden außerhalb des Sparkassenverbunds. Der Absatzkanal „Institutionelle Kunden“ ist übrigens nicht nur für das Fixed-Income-Geschäft für die Sparkassen von Vorteil: Über diesen Absatzkanal kann die DekaBank auch Sparkassenbriefe aktiv kaufen und verkaufen. Somit haben die Sparkassen über die DekaBank die Möglichkeit, von den derzeit sehr attraktiven Konditionen zu profitieren und Sparkassenbriefe auf einem historisch niedrigen Refinanzierungsniveau zu emittieren. Das Wachstum der Refinanzierungsemissionen von Sparkassen von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr bestärkt die erfolgreiche Funktion der DekaBank als Liquiditätsdrehscheibe innerhalb des Sparkassenverbunds.

 

Attraktive Wettbewerbsposition

Die DekaBank kennt beides im Detail: das Angebot der Emittenten sowie die Nachfrage der Sparkassen. Lüthge betont den großen Pluspunkt der DekaBank: „Wir haben einen anderen – besseren – Marktzugang zu Emittenten als mancher Wettbewerber. Und wenn viele Sparkassen über uns als Wertpapierhaus zeichnen, ist das für die Emittenten auch ein klares Signal: DekaBank und Sparkassen sind eng verbunden.“ Mit dem gebündelten Volumen von Sparkassen und institutionellen Investoren ist es der DekaBank möglich, einen hohen Anteil am Emissionsvolumen vom Emittenten allokiert zu bekommen. Dadurch wiederum erhöhen sich die Provisionseinnahmen für die DekaBank, so dass durch die Bündelung der Nachfrage auf der Fixed-Income-Seite die Deckungsbeiträge für die Infrastruktur erhöht werden.

 

Blick in die Zukunft

Der Fixed-Income-Markt stellt viele Banken vor Herausforderungen. Grund dafür sind laut Lüthge die aktuellen Restriktionen. „Viele Banken können nur noch kleinere Handelsbestände halten“, sagt er. „Wir wurden dagegen nicht zum Abbau gezwungen und konnten unsere Wettbewerbsposition vergleichsweise verbessern.“ Er prophezeit, dass der Markt schwierig bleibt. Aber die DekaBank will im Bereich Fixed Income gegen den Trend wachsen. Schließlich sehe man eine gesteigerte Nachfrage – bei Sparkassen und auch bei anderen Marktteilnehmern.

 

Dabei umfasst die Nachfrage derzeit vor allem Emissionen deutscher Bundesländer, deutscher Förderbanken und – selektiv – einiger ausländischer Emittenten wie beispielsweise der Europäischen Investitionsbank. Ein weiterer Fokus liegt auf Hypothekenbanken oder Geschäftsbanken für Pfandbriefemissionen und ungesicherten Bankanleihen – „auch hier vor allem in Deutschland.“ Mit einem Marktanteil von knapp 5 Prozent befindet sich die DekaBank auch bei den Pfandbriefemissionen auf einem der vorderen Plätze. Lüthge weiter: „Auch in diesem Bereich werden europäische Emittenten vermehrt nachgefragt. Darum werden wir das Spektrum der Emittenten und unser Angebot selektiv erweitern. Richtschnur ist immer, die Lösung auf den individuellen Bedarf unserer Kunden zuzuschneiden.“ Wichtig sei es zudem, am Puls der Zeit und im regen Austausch mit Sparkassen und Emittenten zu bleiben. „Schließlich ist und bleibt Fixed Income eine tragende Säule unserer Kapitalmarkt­aktivitäten und auch in Zukunft der Kern des Kapitalmarktgeschäfts der Sparkassen.“

 

Markt & Impuls - Für Sparkassen - Ausgabe 3, November 2015