Markt & Impuls 1/2019

Geldpolitik 2019
Überblick behalten!

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

keine Frage: 2018 war ein schwie­ri­ges Jahr für die Kapital­märkte. Po­li­tische The­men wie der Brexit oder die Aus­ei­nan­der­setz­ungen um den Haushalt Italiens haben dazu ebenso beigetragen wie der Han­dels­kon­flikt zwi­schen China und den USA. Der do­mi­nierende Fak­tor war jedoch die von der Fed ein­ge­lei­tete und von der EZB zu­min­dest an­ge­kün­digte Wende in der Geld­politik.

 

ZINSWENDE IN EUROPA MIT FRAGEZEICHEN – Die Geld­politik wird auch dem gerade be­gon­nenen Jahr 2019 ihren Stempel aufdrücken. In welchem Um­fang sich die Geld­politik der EZB tat­sächlich in Rich­tung schritt­weiser Zins­er­höhungen bewegt, hängt vor allem von der kon­junk­turellen Ent­wick­lung ab. Die Auf­gabe der EZB besteht primär darin, für Preis­stabilität im Euro­raum zu sorgen. Über diesen Kern­auftrag hinaus wird sie zu ver­meiden suchen, die ohnehin nach­lassende wirt­schaf­tliche Dynamik zu­sätzlich durch Zins­erhöhungen zu schwächen. Daher steht hinter der „Zins­wende“ in Europa durchaus ein Frage­zeichen.

 

Dieses Frage­zeichen ist zu Jahres­beginn nicht kleiner geworden. Eher im Gegen­teil: Die kri­tischen Themen des ver­gangenen Jahres haben die Märkte auch gleich wieder im Januar be­schäf­tigt. Für einen Stimmungs­um­schwung fehlen der­zeit die Argu­mente. Die Zins­ent­wicklung in den USA war in den ver­gangenen Jahren eine andere als in der Euro­zone. Daraus lassen sich jedoch keine Prognosen für die künftige Zins­politik der Noten­bank Federal Reserve ableiten. Das Mandat der Fed ist breiter ge­fasst als das der EZB. Sie soll neben Preis­stabilität auch Beschäf­tigung und

kon­tinuier­liches Wirt­schafts­wachs­tum gewähr­leisten.

 

Jerome Powell, der Präsi­dent der Fed, hat gleich zu Jahres­beginn betont, sich in der Zins­politik alle Optionen offen zu halten. Nicht zuletzt mit Blick auf die Kon­junk­tur­ent­wicklung hat er es also vermieden, sich auf weitere Zins­erhöhungen fest­zu­legen. Die Un­klar­heit, wie sich die Rahmen­bedingungen ent­wickeln und die Noten­banken darauf reagieren werden, verun­sichert die Inves­toren weltweit. An­gesichts der komplexen Kon­stellation aus Handels­politik, Geld­politik und der davon stark beein­flussten kon­junk­turellen Ent­wicklung

war bereits 2018 die Vola­tilität ge­stiegen und wird sich bis weit in dieses Jahr hinein fort­setzen, vielleicht sogar noch ver­stärken.

 

KREATIVE LÖSUNGEN – Der Rendite­druck auf in­sti­tutionelle In­ves­toren lässt auf abseh­bare Zeit nicht nach. Sie haben jedoch ver­schiedene, manch­mal durchaus über­raschende Möglich­keiten, auf die Heraus­forderungen passende Ant­worten zu finden. Mit einer genauen Analyse der regu­latorischen Rahmen­bedingungen zeigen

sich zum Beispiel bei Alter­nativen Invest­ments Chancen zur Ertrags­optimierung auf. Hier kann die Deka ebenso helfen wie als Projekt­partner bei der Er­weiterung des Angebots­spektrums von Pensions­kassen um flexible Pro­dukte ohne Zins­garantien. Ein weiterer Aspekt sind Immobilien-Invest­ments: Sie bieten aktuell vergleichs­weise attraktive Renditen. Auch hier können An­leger auf die Ex­pertise der Deka zählen. Und im kurz­fristigen Liquiditäts­bereich bieten wir positiv verzinste Lösungen für Sach­versicherer und Kredit­institute.

 

GESTALTUNGSSPIELRÄUME NUTZEN – Das Markt­umfeld wird 2019 zweifel­los anspruchs­voll bleiben. Anleger sind den Heraus­forderungen jedoch nicht hilflos ausge­liefert. Für viele Problem­stellungen bieten sich trag­fähige Lösungen an. Es lohnt sich, die bestehenden Gestaltungs­spiel­räume auszu­loten und zu nutzen. Wenn Investoren diese Möglich­keiten nutzen und zugleich der lange, mittler­weile zehn Jahre währende Auf­schwung mit einem Soft Landing ausläuft, bietet das neue Jahr durchaus Chancen.

 

Zum Schluss noch ein Wort in eigener Sache: Wir danken Ihnen für die zahl­reichen Rück­meldungen zu unserer Umfrage im letzten Heft. Diese Ausgabe enthält erste Resultate in Form neuer Inhalte. Zugleich haben wir dies zum Anlass genommen, das Layout anzupassen.

 

Ihr Lorne Campbell

Markt & Impuls 1/2019


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