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Beratung in der Praxis
Die Ziele des Anlegers im Blick

Bei institutionellen Investoren steigt die Nachfrage nach Service­leistungen rund um die Eigenanlage. Welche Faktoren diesen Trend zur Master-KVG stärken, was es bei der Beratung zu berück­sich­ti­gen gilt und welche Lösungen die DekaBank im Angebot hat – diese Fragen beantwortet Holger Stiebeling, Leiter Kompetenzteam Öffentlicher Sektor.

Warum sind Dienstleistungen im Rahmen der Master-KVG aktuell so gefragt?

Stiebeling: Für nahezu alle institutionellen Investorengruppen wird der Druck immer größer, umfassende Transparenz über die Kapitalanlagen herzustellen. Das gilt für die Anleger, die sehr stark von Regulierungsmaßnahmen betroffen sind, zum Beispiel Versicherungen. Ebenso ist es für Versorgungswerke oder Pensionskassen erforderlich, immer einen guten Überblick über die Anlage von Beitragsgeldern, Versorgungsansprüche und Auszahlungsprofile zu haben. Ein gutes internes Controlling und Reporting kostet Zeit und Geld, insbesondere wenn verschiedene Mandate bei unterschiedlichen Gesellschaften vorliegen. Deshalb ist es für viele Anleger sehr attraktiv, diese Leistungen zuzukaufen.

Für institutionelle Investoren wird der Druck immer größer, umfassende Transparenz über die Kapitalanlagen herzustellen.

Holger Stiebeling

Leiter Kompetenzteam Gemeinnützige Institutionen/

Öffentlicher Sektor

Bleiben wir beim Beispiel Reporting. Was bietet die DekaBank hier an?

Stiebeling: Ein breites Spektrum an Reportingleistungen. Der Umfang reicht von aufsichtsrechtlichen Meldungen, zum Beispiel VAG-Datenblatt, über IFRS-Reporting und voll automatisierte Reports bis hin zu einem umfangreichen, leistungsfähigen eReporting-Portal, bei dem sich Investoren Ad-hoc-Berichte selbst generieren und sogar mobil über Tablet oder Laptop schnell abrufen können.

Über einen Masterfonds lassen sich Investments in verschiedenen Fonds und Direktanlagen auf einer einheitlichen Plattform administrieren. Welche Schritte werden bei der Umsetzung durchlaufen?

Stiebeling: Entscheidet sich ein Investor für eine Masterfondslösung, findet zunächst ein Auftakttreffen statt, bei dem ein Zeitplan für das Projekt erstellt wird. Sobald die verschiedenen Verträge abgeschlossen sind, zum Beispiel der Kundenrahmenvertrag oder die Auslagerungsverträge mit externen Asset Managern, können sämtliche Sondervermögen eines Kunden an die Deka Investment übertragen und zu einem Masterfonds fusioniert werden.

Wie kann die DekaBank Investoren unterstützen, die sich zusätzlich die Frage nach Optimierungsmöglichkeiten für mehr Ertrag im Eigengeschäft stellen?

Stiebeling: Hier wird das Thema Overlay Management für den kompletten Masterfonds interessant. Alle eingebrachten Bestände werden mit Blick auf ihr Risikoverhalten analysiert. Das Ziel ist, ein Risikobudget mit vereinbarten Wertuntergrenzen und Instrumente zur Risikosteuerung nicht nur für einzelne Positionen, sondern für den gesamten Masterfonds zu entwickeln. So lassen sich Spielräume schaffen, um ertragreichere Assetklassen stärker zu nutzen.

Daran sind viele Experten beteiligt. Wie steuern Sie als Kundenbetreuer das im Hintergrund?

Stiebeling: Ich bin im ständigen Austausch mit den Kollegen – zum Beispiel den Experten aus der Strategieanalyse, aus dem Risikocontrolling, aus Produktsteuern sowie den Spezialisten aus der Master-KVG. Als Betreuer sind wir Generalisten. Meine Aufgabe ist es, zu erkennen, was der Kunde benötigt, damit seine Vorgaben umgesetzt werden können und er seine Ziele erreichen kann. Das muss nicht immer die größte Lösung sein. Aber es muss eine sinnvolle Lösung sein, die zu den individuellen Bedürfnissen passt. Wenn es bei einem Thema in die Tiefe geht, beispielsweise bei der tatsächlichen Implementierung, brauchen wir die Unterstützung der Spezialisten. Nur bei einem reibungslosen Zusammenspiel aller beteiligten Kollegen kann für unsere Kunden auch der größtmögliche Nutzen erzielt werden.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 3, November 2014