Immobilien Trends

Inflation und Immobilien.

Januar 2022

Management Summary

  • Die hohen Inflationsraten in Europa und in den USA sind ein kombiniertes Nachfrage- und Angebotsproblem. Bislang folgt der Markt der Einschätzung der Europäischen Zentralbank, dass es sich bei den derzeitigen Inflationsanstiegen um zeitlich begrenzte Entwicklungen handelt. Wichtig für die Inflationsentwicklung 2022/23 sind weniger die coronabedingten Preissteigerungen, sondern mögliche Zweitrundeneffekte. Diese sollten sich im Euroraum zwar in Grenzen halten, dennoch dürfte die Inflation auf einem höheren Niveau als in der Zeit vor der Pandemie liegen.
  • Eine Anlage in Immobilien gilt in der Regel als sicher und wertbeständig und wird daher oft als Inflationsschutz gesehen. Ein eindeutiger Zusammenhang der Inflation mit der Wertentwicklung von Immobilien ist jedoch nicht nachweisbar. Wenn die Inflation durch starkes Wirtschaftswachstum getrieben ist, profitieren die Immobilienerträge durch steigende Mieten bzw. Mietertragserwartungen. Wird die Inflation jedoch durch steigende Güterpreise und eher schwächeres BIP-Wachstum angefacht, sind die Auswirkungen für Immobilienerträge eher negativ.
  • Die Performance-Werte Offener Immobilienfonds (OIF) mit überwiegend gewerblichen Immobilien im In- und Ausland zeigten in der Vergangenheit einen insgesamt weitgehend gleichen Verlauf mit der Inflation. Auf Portfolioebene bieten – in Abhängigkeit von länderspezifischen Gegebenheiten und der Nutzungsart – indexierte Mietverträge einen Inflationsschutz. Die Inflation in 2021 hat das Renditeniveau der OIFs überstiegen. Ihre grundsätzliche Inflationsresistenz sollte dadurch jedoch nicht in Frage gestellt werden. Durch den langfristigen Anlagehorizont bei OIFs wird dieser Effekt wieder ausgeglichen.

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