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Abnahme

Deka-InvestmentBrief

Unsicherheit hält an.

Welche Anlagestrategie verfolgen die Investmentstrategen der Deka und was bedeutet das für die Asset Allokation? Wir informieren vierteljährlich über die aktuelle Positionierung in unserem Deka-InvestmentBrief.

März 2026

Der Krieg gegen den Iran ist weiter das beherrschende Thema an den Kapitalmärkten. Die ursprünglichen Szenarien einer sehr schnellen Beendigung der militärischen Auseinandersetzungen haben sich nicht bewahrheitet. Wenngleich das schlimmste Szenario einer systematischen Zerstörung von Rohstoffinfrastruktur nicht eingetreten ist, reicht das Potenzial des Irans doch aus, den Transport von Öl und Erdgas effektiv zu stören und deutlich höhere Energiepreise zu erzeugen. In Europa ist die aktuelle Versorgungslage robuster als 2022: Die Kapazitäten für Flüssiggasimporte sind gestiegen und Versorgungsengpässe wurden entschärft. Nichtsdestotrotz bestehen Risiken: Steigende Energiepreise treiben die Inflation in fast allen Lebensbereichen, da Öl und Gas in vielen Produktionsstufen gebraucht werden. Auch US-Verbraucher leiden dabei, weil schwache Besteuerung die Preise an der Zapfsäule direkt steigen lässt. Dies übt großen Druck auf die Politik aus, insbesondere in den USA. Gleichzeitig stellt diese Konstellation für den Iran Anreize bereit, den Krieg fortzusetzen, um Konzessionen zu erreichen.  

Jörg Boysen

Chefanlagestratege Deka Investment.

Trotz der Rhetorik des US-Präsidenten deutet zu wenig darauf hin, dass ein Ende nahe ist. Aus ökonomischer Sicht handelt es sich um einen reinen Angebotsschock: Das Angebot an Energie ist beeinträchtigt, ohne dass – wie noch beim letzten Energieschock 2022 – gleichzeitig die Nachfrage steigt, damals wegen der Nachwirkungen der Corona-Phase. Ein solcher Angebotsausfall dämpft das globale BIP und schwächt damit die Weltwirtschaft. Allerdings geht es unserer Einschätzung nach nicht in eine Rezession hinein, hierzu sind die zu erwartenden Angebotsbeeinträchtigungen wiederum zu gering.

Die Notenbanken zeigen angesichts der erst kurz anhaltenden Preisschocks bislang Zurückhaltung. Auch als Folge der Unsicherheiten ist kaum mit schnellen Zinsreaktionen zu rechnen. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich vom Verlauf des Konflikts sowie der Dauer und Intensität des Angebotsschocks ab. Für die kommenden Wochen ist daher weiterhin mit verstärkter Volatilität zu rechnen. Für Anlegerinnen und Anleger gilt jedoch, dass sie mit breit gestreuter Vermögensaufstellung auch für solche Krisenphasen bestmöglich aufgestellt sind und daher keine hektischen Anpassungen an den Portfolios notwendig sind.

Der ausführliche Deka-InvestmentBrief als Download.

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