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Nachhaltig und erfolgreich

 

Nachhaltige Investments sind längst kein Nischenthema mehr. Die Nachfrage steigt stetig. Da ist es fast schon selbstverständlich, dass auch die Banken Nachhaltigkeit groß schreiben.

 

 

Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei der Geldanlage eine immer größere Rolle. Vor allem institutionelle Investoren wie Pensionsfonds und Stiftungen achten auf soziale, ethische und ökologische Aspekte, aber längst nicht mehr nur sie. Wer nachhaltig wirtschaftet, hat großes Erfolgspotenzial – der effiziente Umgang mit Ressourcen spart Kosten, innovative Technologien öffnen neue Märkte. Soziales Engagement steigert die Zufriedenheit der Mitarbeiter und fördert das Wohl der Gesellschaft. Und ein positives Image bietet echte Standort- und Wettbewerbsvorteile. Da wundert es nicht, dass das Volumen von Nachhaltigkeitsfonds und nachhaltiger Mandate in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist - und damit auch das Angebot.

 

Die Deka Investment bietet bereits seit 2009 nachhaltig ausgerichtete Fonds für institutionelle und private Anleger an; und die Angebotspalette wächst stetig. Wenn eine Bank ihren Kunden zu nachhaltigen Investments rät, sollte sie auch selbst bei diesem Themenkomplex gut aufgestellt sein. Für die DekaBank, die Muttergesellschaft der Deka Investment, trifft das zu: Die führenden Ratingagenturen im Bereich Nachhaltigkeit – Oekom, Imug oder Sustainalytics – bewerten die DekaBank überdurchschnittlich positiv. *

 

Von Sustainalytics gab es zuletzt sogar ein Upgrade. War die DekaBank bisher ein „Outperformer“, hat die Ratingagentur sie inzwischen als „Leader“ eingestuft - besser geht es nicht. „Dieses sehr gute Ergebnis ist nur möglich, durch das hohe Engagement der verantwortlichen Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, sagt Johannes Behrens-Türk, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement bei der DekaBank und zuständig für die Betreuung der Ratingagentur Systainalytics. Von 100 möglichen Punkten erzielte das Institut 83, nach 73 im Vorjahr. Damit erreichte die DekaBank im Jahr 2017 den elften Platz aller weltweit von Sustainalytics bewerteten Banken. In der Gruppe der nicht börsennotierten Banken kommt die DekaBank sogar auf den zweiten Platz.

 

Doch was ist Nachhaltigkeit mit Blick auf Unternehmen genau, abgesehen von den bereits genannten Ausschlusskriterien? Nachhaltigkeit wird auch hierzulande oft mit den Buchstaben ESG abgekürzt. ESG kommt aus dem Englischen und steht für „Environment, Social, Governance“. Es zeichnet Unternehmen aus, die besonders nachhaltig, sozial- und umweltbewusst agieren. Es geht um die Schonung natürlicher Ressourcen und die Begrenzung des Klimawandels - Stichwort „Environment“ - und um Humankapital, Gesellschaft, nachhaltige Produkte und Menschenrechte, also soziale Aspekte. Hinzu kommt Wirtschaftsethik, also Unternehmensführung, Transparenz, Vergütungsregeln - die „Governance“.

 

Spätestens mit der Entscheidung aus dem Jahr 2015, auf eine gesonderte Nachhaltigkeitsstrategie zu verzichten und entsprechende Ziele und Maßnahmen in der Geschäftsstrategie zu verankern, ist die Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil der geschäftspolitischen Ausrichtung der Deka-Gruppe geworden. Damit verbunden ist der Anspruch, Nachhaltigkeit in allen relevanten Handlungsfeldern zu verankern. Neben dem Personalmanagement, dem Bankbetrieb und dem gesellschaftlichen Engagement ist dies insbesondere die Entwicklung von Finanzprodukten und Dienstleistungen. Im Rahmen des Programms konnten bereits viele Fortschritte erzielt werden. Dazu zählen die Integration von Klimazielen in die Geschäftsstrategie und die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in den Investmentprozess bei Wertpapieren sowie die stetige Erhöhung der Quote der mit entsprechenden Zertifikaten ausgezeichneten Immobilien.

 

 

 

Auch die Politik und die Aufsicht haben die Bedeutung des Themas erkannt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Nachhaltigkeit in diesem Jahr zu einem Prüfungsschwerpunkt der Versicherungsaufsicht gemacht. Die Aufsicht hat eine umfangreiche Erhebung bei institutionellen Investoren angekündigt, die dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) unterliegen. Der Hintergrund: Die Expertengruppe „High Level Expert Group on Sustainable Finance“ (HLEG) zur Ausrichtung des EU-Finanzmarkts auf Nachhaltigkeit hat der Europäischen Kommission empfohlen, Nachhaltigkeit in das Mandat der europäischen Aufsichtsbehörden zu integrieren und so den Horizont der Risikoüberwachung zu erweitern. „Institutionelle Investoren sollen so animiert werden, künftig stärker ESG-Kriterien in ihrer Kapitalanlage zu berücksichtigen“, erklärt Jochen Weiss, Produktservice institutionelle Kunden bei der Deka.

 

Nun müssen Versicherer und Pensionsfonds gegenüber der Aufsicht offenlegen, wie es um die Nachhaltigkeit in ihrer Kapitalanlage steht. Sie müssen detaillierte Angaben über ihr verwaltetes Kapital und die Höhe des jeweils nachhaltig investierten Anlagevolumens machen. Dabei müssen sie der BaFin auch mitteilen, welche Anlagestrategien genutzt und welche ESG-Faktoren berücksichtigt werden. Außerdem möchten die Aufseher wissen, in welcher Form die nachhaltigen Investments offengelegt werden und ob die Investoren die Quote ihrer bisherigen ESG-Investments verändern wollen. Zudem müssen die VAG-Anleger begründen, wenn Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Investmententscheidungen bislang keine Berücksichtigung gefunden haben.

 

Letzteres dürfte vor allem kleinere Investoren betreffen. Größere Institutionelle haben erfahrungsgemäß bereits nachhaltige Strategien in ihrer Kapitalanlage umgesetzt. Kleinere Versicherungen und Pensionskassen aber haben häufig wenig oder sogar keine Erfahrungen in diesem Bereich. „Gerade kleineren institutionellen Anlegern fehlen häufig die Zeit und vor allem die Kapazitäten, um sich intensiv mit der Materie zu beschäftigen“, sagt Weiss. Deshalb setzen immer mehr institutionelle Investoren auf externes Know-how und lagern das Thema Nachhaltigkeit an spezialisierte Assetmanager wie die Deka aus. „Ob bei der Definition individueller Nachhaltigkeitskriterien, der Festlegung des Anlageuniversums sowie bei der Optimierung bestehender Portfolios - wir unterstützen institutionelle Investoren dabei, eine maßgeschneiderte Nachhaltigkeitslösung zu entwickeln und umzusetzen“, sagt Weiss. Grundlage bei der Entscheidung für ein nachhaltiges Portfolio sei dabei aber immer das eigene Selbstverständnis und die Frage, in welcher Tiefe der Ansatz verfolgt werden soll.

 

 

* Stand: MSCI: 12.5.2017; sustainalytics: 12.10. 2017; oekom: 28.02.2018; imug: 28.02.2018 (Öffentliche Pfandbriefe positive B; uncovered bonds neutral CC; Hypothekenpfandbriefe positive BB)