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Mehr Klimaschutz
Umsatzschwellen für Kohle-Engagements

 

Fossile Brennstoffe wie Kohle gelten als Haupttreiber des Klimawandels

 

Die Deka hat daher am 1. Mai feste Umsatzschwellen für ihr Engagement in Unternehmen, die Kohle fördern oder verstromen, festgelegt. Fonds aus der Deka-Nachhaltigkeits-Reihe sowie die Deka-Stiftungen Balance und Deka-Kirchen Balance investieren ab diesem Stichtag nur noch in Unternehmen, die bei ihrer Produktion weniger als zehn Prozent Kohle verstromen. In kohlefördernde Unternehmen investieren diese Fonds gar nicht mehr. Das betrifft rund 240 Firmen aus dem aktuellen Investmentportfolio der Deka. Für alle anderen aktiv gemanagten Fonds gilt ein Investmentausschluss für Unternehmen, bei denen der Umsatzanteil durch Kohleförderung mehr als 30 Prozent und durch Verstromung über 40 Prozent ausmacht. Diese Bedingungen gelten auch für Eigeninvestments der Deka im Handels- und Bankenbuch. Negative Auswirkungen auf Wertentwicklung und Risikoprofil der Fonds erwartet Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit & Corporate Governance der Deka, durch die Umstellungen nicht: „Viele Unternehmen des Sektors haben schon in den letzten Jahren unsere Vorauswahl nicht bestanden, entsprechend haben wir schon heute keine nennenswerten Positionen in Unternehmen mehr, die in Verbindung mit der Förderung und Nutzung von Kohle stehen.“ Das Engagement der Deka endet nicht bei Kauf- oder Verkaufsentscheidungen. „Wir setzen auf einen konstruktivkritischen Dialog, um eine Verbesserung in Richtung Nachhaltigkeit in Gang zu setzen“, erläutert Speich. Als Beispiel nennt er die Transformation von RWE. Der Energieversorger wandelt sich gerade, auch mit Begleitung der Deka, vom Unternehmen mit rund 37 Prozent Strom aus Kohle zu einem modernen Energieversorger und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. 

 

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 2, Juni 2020