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Zukunftsweisende Bauwerke
Internationaler Hochhaus Preis

Alle zwei Jahre wird der Internationale Hochhaus Preis von der Deka, der Stadt Frankfurt und dem Deutschen Architekturmuseum vergeben. Dieses Mal wurden aus über 1.000 Gebäuden weltweit 36 Hoch­häuser für den Award nominiert, fünf davon haben es in die Final­runde geschafft. Der Sieger wird am 1. November in der Paulskirche bekannt­gegeben.

Wie eine gigantische Skulptur ragt MahaNakhon in den Himmel Bangkoks. Mit seinen 314 Metern ist es das höchste Bauwerk der Stadt und zieht den Betrachter sofort in seinen Bann. Die Oberfläche des Hochhauses wirkt wie eine „verpixelte“ Helix. Die Fassade des Gebäudes ist durch ein spiral­förmiges Band versetzter, kasten­förmiger Elemente – dort sind Terrassen, Balkone und erker­ähnliche Skyboxes angebracht – unterbrochen. Ein Gebäude wie aus der Zukunft.

Außergewöhnliche Ästhetik

„Es sind solche Objekte, nach denen wir für unseren Inter­nationalen Hochhaus Preis suchen“, erklärt Thomas Schmengler aus der Geschäfts­führung der Deka Immobilien. „Objekte, die sich durch eine exzellente und außer­gewöhnliche Ästhetik, durch zukunfts­weisende Gestaltung, die städte­bauliche Einbindung sowie durch innovative Technik, Wirtschaft­lichkeit und Nachhaltigkeit auszeichnen.“

 

Initiiert wurde der Preis 2003 gemeinsam vom Deutschen Architektur­museum, der Stadt Frankfurt und der Deka. „Die Idee war es, die besten Hoch­häuser der Welt zu prämieren“, sagt Peter Schmal, Direktor des Deutschen Architektur­museums. Dass die Deka dabei als Partner auftritt, ist für Schmengler selbstverständlich. „Als Teil der Gesellschaft sieht sich die Deka in besonderem Maße verpflichtet, sich gesellschaft­lich zu engagieren, was die Bereiche Kunst, Musik, Soziales, Sport, Wissen­schaft und eben auch die Unter­stützung zukunfts­weisender Architektur umfasst.“

Der Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre in der Paulskirche vergeben. Dieses Jahr findet die feier­liche Bekannt­gabe des Gewinners am 1. November statt. Zugelassen sind alle Gebäude mit über 100 Metern Höhe, die in den vergangenen beiden Jahren fertig gestellt wurden. Daraus wählt die Jury, bestehend aus international renommierten Architekten, Ingenieuren und Architektur­kritikern sowie je einem Vertreter der Stadt Frankfurt, des Deutschen Architektur­museums und der Deka, die Finalisten und den Sieger aus. Der Preis, der mit einem Geldpreis in Höhe von 50.000 Euro sowie einer Statuette des Künstlers Thomas Demand ausgestattet ist, wird dem Bau­herrn und dem Archi­tekten gemeinsam verliehen. Der Archi­tekt soll die Statu­ette erhalten, der Bau­herr den Geld­betrag spenden.

 

www.international-highrise-award.com

 

 

 

 

 

 

 

Hochhaus Preis mit internationalem Renommée

Dass der Award seit einigen Jahren auch international immer stärker wahrgenommen wird und Nachahmer gefunden hat, ist kein Zufall. Zum einen liegt das daran, dass er der erste Hochhaus Preis weltweit war und seit 2004 kontinuierlich vergeben wird. Zum anderen dürften aber auch die bisherigen Preisträger, unter denen viele renommierte Architekten sind, zur größeren Wahrnehmung beigetragen haben. Zudem spielt die Preisverleihung selbst eine Rolle. Wie jedes Jahr wird sie auch 2018 in der Frankfurter Paulskirche stattfinden. Ein Ort, der auch wegen seiner geschichtlichen Bedeutung als Wiege der deutschen Demokratie einen perfekten Rahmen für die feierliche Bekanntgabe des Gewinners bietet.

 

Sicher ist dabei, dass das Gebäude, das in diesem Jahr gewinnen wird, weder in Europa noch in Nord­amerika steht. Dass drei der fünf in der Final­runde befind­lichen Gebäude in Asien stehen, hat seinen Grund: Etwa die Hälfte aller Hochhäuser weltweit wird derzeit dort gebaut, die meisten davon wiederum in China. „Dieser zuneh­mende Wettbewerb in dieser Region führt dazu, dass gerade dort immer mehr außer­gewöhn­liche Objekte entstehen“, macht Schmal klar.

 

Interessant ist, dass zwar nur fünf der ursprüng­lich 36 nominierten Bauten in Europa stehen, die Hälfte der Projekte jedoch von euro­päischen Architektur­büros entworfen wurde und weitere zehn von amerika­nischen Büros. Unter den fünf Finalisten haben sich dagegen vor allem lokale Archi­tekten durchgesetzt. Ausnahme ist das Projekt Beirut Terraces, das von dem renom­mierten Schweizer Architektur­büro Herzog & de Meuron stammt.

Das ganze Spektrum der Architektur

Dieses Gebäude zeichnet sich dadurch aus, dass es die Idee der Schichtung von unregelmäßigen Terrassenflächen in Hoch­haus­form so konse­quent realisiert, wie es noch niemandem zuvor gelungen ist. Dabei hat dieses Objekt einen besonderen Charme in Bezug auf die Statuette des Künstlers Thomas Demand, die der jeweilige Sieger­architekt erhält. Dieser 3D-Druck aus Titan, der aussieht wie über­einander­gestapelte Blätter, weist eine erstaunliche Ähnlich­keit zu Beirut Terraces auf.

 

Auch die anderen Finalisten stehen diesem Objekt und dem MahaNakhon in nichts nach. Sie alle fügen sich auf ihre indivi­duelle Art in das jeweilige Stadt­bild ein und entsprechen höchsten Nach­haltigkeits­standards. So gelingt es beim Oasia Hotel Down­town durch die Konzeption seines Innen­lebens, den Einsatz von Klimaanlagen deutlich zu redu­zieren. „Letztlich“, so Schmenglers Fazit, „reprä­sentieren die fünf Finalisten das schier unendlich erschei­nende Spektrum der Architektur.“

Internationaler Hochhaus Preis 2018

Finalisten im Überblick

 

MahaNakhon, Bangkok

Architekten Büro Ole Scheeren
Bauherr Pace Developement Corp.
Funktion Hotel, Wohnen
Höhe 314,2 m
Bauzeit 2011 bis 2016

 


Chaoyang Park Plaza, Peking

Architekten MAD Architects
Bauherr Smart-Hero (HK)
Investment Development Ltd.
Funktion Büro
Höhe 142 m
Bauzeit 2014 bis 2017


Torre Reforma, Mexico City

Architekten L. Benjamín Romano
Bauherr Fondo Hexa, S.A.
Funktion Büro
Höhe 246 m
Bauzeit 2009 bis 2016


Beirut Terraces, Beirut

Architekten Herzog & de Meuron Architekten
Bauherr DIB Tower SAL, TOWN Tower SAL
Funktion Wohnen
Höhe 121,5 m
Bauzeit 2011 bis 2016

 


Oasia Hotel Downtown, Singapur

Architekten WOHA, Architects
Bauherr Far East Hospitality
Funktion Hotel, Büro
Höhe 199 m
Bauzeit 2012 bis 2016

 

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 3, Oktober 2018