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Weltzins-INVEST.

Informationen aus dem Fondsmanagement.

31. März 2020

Die Corona-Krise trifft auch die Schwellenländer mit Vehemenz.

  • Der Start in das Jahr 2020 war zunächst gelungen, nachdem sich die USA und China auf Schritte zur Entschärfung des Handelskonfliktes geeinigt hatten und sich die Hinweise auf eine Stabilisierung der Weltkonjunktur verdichteten – aber dann kam der Coronavirus.
  • Mit der weltweiten Ausbreitung des Virus nahm im Laufe des Februars die Sorge um die wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Epidemie zu, was zu einem deutlichen Anstieg der Risikoaversion und damit einhergehenden Spreadausweitungen führte, die in Folge die Schwellenländeranleihen stark unter Druck brachten.
  • Zudem ließ die Corona-Krise die Ölnachfrage dramatisch einbrechen. Nachdem sich auch die seit Jahren den Ölmarkt durch Förderbeschränkungen unterstützende OPEC-Allianz mit Russland beim letzten Treffen Anfang März nicht auf höhere Kürzungen bzw. das Fortführen bestehender Kürzungen einigen konnte, führte der gleichzeitige Angebots- und Nachfrageschock zu einem nie dagewesenen Ölpreisverfall. Während Russland und Saudi Arabien längere Zeit einen sehr niedrigen Ölpreis durchstehen können, wird es für die Ölproduzenten Afrikas und Lateinamerikas schwierig, da diese sich die letzten Jahre oftmals in US-Dollar verschuldet haben und Öl ein Großteil ihrer Einnahmen ausmacht. Die Währungen dieser Länder kamen im Berichtszeitraum daher deutlich unter Druck z.B. mexikanischer Peso, nigerianischer Naira, russischer Rubel.
  • Die Notenbanken und Regierungen haben weltweit sehr zügig reagiert. Es wurde Liquidität bereitgestellt, teilweise Zinsen gesenkt und große Hilfspakete für die Wirtschaft aufgelegt. Diese Maßnahmen haben den Stress an den Märkten etwas abgemildert, sodass zumindest in der zweiten März Hälfte eine Stabilisierung an den Märkten eingesetzt hat.
  • Die Krisen-Maßnahmen und Steuerausfälle werden zu einem Anstieg der Verschuldung der Länder führen, welche wie im Fall Südafrikas bereits zu einem Rating-Downgrade führten.
  • China hingegen, wo der Coronavirus seinen Anfang nahm, hat zuletzt Fortschritte bei der Eindämmung der Pandemie gemacht und fährt seine Wirtschaft sukzessive wieder hoch, was zu einer langsamen konjunkturellen Erholung führen wird.
Performance Hart-/Lokalwährungsanleihen.
Emerging Markets 31.03.2020 ggü. Vormonat ggü. Jahresanfang ggü. Vorjahr
EMBIG Div.* Performanceindex
819
−14,3%
−13,4%
−6,8%
GBI EM Div.* Performanceindex
258
−10,8%
−13,6%
−5,0%
Prognose DekaBank
in 3 Mon.
in 6 Mon.
in 12 Mon.
EMBIG Div. Spread (Basispunkte)
626
450
350
330
Quellen: Bloomberg, DekaBank. * EMBIG: Hartwährungsanleihen in US-Dollar, GBI: Lokalwährungsanleihen; Performance in US-Dollar.

Weltzins-INVEST im aktuellen Marktumfeld.

  • Seit Jahresbeginn ging der Fondspreis des Weltzins-INVEST I (A) um −8,06% (per 31. März 2020) zurück.
  • Der Fonds hat im Laufe des Februars begonnen, unter den Auswirkungen der Corona-Krise zu leiden. In erster Linie ausschlaggebend ist hier die Währungsseite, die durch die zunehmende Unsicherheit der Marktteilnehmer zu einer Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar wie auch zahlreichen Währungen der Emerging Markets führte.
  • Anfang März kam dann erschwerend die Uneinigkeit der OPEC+-Länder hinzu, die zu einer Aufhebung sämtlicher Förderungsbeschränkungen und damit zu einem drastischen Preisverfall bei Rohöl führte. Dies führte zu weiteren Verlusten, insbesondere bei ölsensitiven Ländern bzw. deren Währungen wie z.B. dem russischen Rubel, mexikanischen Peso und nigerianischen Naira, zog aber auch die Währungen anderer Schwellenländer in Mitleidenschaft.
  • Durch die allgemeine Risikoaversion stiegen auch die Spreads von EM-Lokalwährungsanleihen an, was aber im Gegensatz zur Währungsentwicklung einen geringeren Einfluss auf die Fondspreisentwicklung hatte. Hier standen insbesondere die „liquideren“ Märkte wie Indonesien, Türkei oder Mexiko im Fokus der Marktteilnehmer, aber auch Märkte wie Polen, Ungarn oder Südafrika kamen unter Druck.
  • Im Vordergrund stand allerdings nicht die Sorge um die Kreditqualität der Emittenten, sondern das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage. Mittlerweile hat sich diese Situation etwas stabilisiert, unter anderem unter der Mithilfe der Zentralbanken und Finanzministerien.
  • An dieser Stelle sei auch nochmals darauf verwiesen, dass der Fonds zu großen Teilen in Anleihen von supranationalen Ausstellern und großen internationalen Finanzinstitutionen (z.B. Europäische Investitionsbank) investiert, die von sehr hoher Bonität sind. Zudem werden auch permanent Anleihen fällig und zurückbezahlt.

Weltzins-INVEST-Ausblickn.

  • Die bestimmenden Themen bleiben weiterhin wie oben beschrieben CoVid-19, der Ölpreis und wie die einzelnen Länder mit den gewaltigen Herausforderungen zurecht kommen werden. Sicherlich hilft die geringere Altersstruktur in vielen Schwellenländern, die eventuell dazu führt, dass der Anteil der Schwersterkrankungen geringer ausfällt. Auf der anderen Seite sind leider viele Länder in medizinischer Hinsicht nicht gut vorbereitet.
  • Wichtig werden hier die Hilfen von außen werden, die in signifikantem Umfang von IWF, Weltbank und zahlreichen anderen regionalen Förderbanken zur Verfügung gestellt werden können. Dennoch werden es sicherlich noch sehr unruhige Wochen bzw. Monate.
  • Die breite Aufstellung im Fonds sollte aber auch weiterhin dafür sorgen, dass die Verluste bzw. Volatilität vergleichsweise begrenzt bleiben werden.

Wertentwicklung berechnet nach BVI-Methode. Ausgabeaufschläge wurden nicht berücksichtigt. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung. Die enthaltenen Meinungsaussagen geben unsere aktuelle Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung wieder, die sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Alleinverbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka-Investmentfonds bzw. für den Abschluss einer Vermögensverwaltung sind die jeweiligen wesentlichen Anlegerinformationen sowie die Verkaufsprospekte und Berichte (für Deka-Investmentfonds) bzw. die Sonderbedingungen (für Vermögensverwaltungen) – nachfolgend: „die Publikationen“. Die Publikationen für Deka-Investmentfonds erhalten Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder Landesbank oder von der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de. Die Publikationen für Vermögensverwaltungen erhalten Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder Landesbank, der DekaBank Deutsche Girozentrale Luxembourg S.A. oder von der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt.

    • Generierung regelmäßiger ordentlicher Erträge durch Investition in ein breit diversifiziertes Portfolio festverzinslicher Wertpapiere, überwiegend aus globalen Schwellenländern.
    • Anleihen aus Schwellenländern bieten attraktive Renditeaufschläge verglichen mit Staatsanleihen hoher Bonität.
    • Langfristige Chancen auf steigende Bewertungen der Zahlungsfähigkeit der Anleiheaussteller können zu Kurssteigerungen führen.
    • Das aktive Währungsmanagement bietet die Chance auf Währungsgewinne.
    • Durch die breite Streuung der Zielinvestitionen besteht ein geringeres Risiko im Vergleich zu einer Direktanlage.
    • Es sind Kursverluste/-schwankungen infolge von Veränderungen des Marktzinsniveaus möglich.
    • Unvorhersehbare politische und wirtschaftliche Entwicklungen können zu höheren Kursschwankungen führen.
    • Im Zeitablauf können sich einzelne Aussteller oder Geschäftspartner in ihrer Zahlungsfähigkeit verschlechtern, was zu Kursrückgängen oder Ausfällen führen kann.
    • Infolge mangelnder Liquidität im Anlagesegment sind Kursverluste möglich.
    • Durch Investition in Fremdwährungen sind Währungsverluste möglich.

*Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Es handelt sich um die wesentlichen Chancen und Risiken. Ausführliche Informationen zu den Risiken finden Sie in den entsprechenden Verkaufsprospekten.

Stand: 31. März 2020

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