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Deka Vorstandsinfo.

KAGB-Änderung zur Einführung neuer Liquiditätssteuerungsmaßnahmen.

April 2020

Mit der am 28.3.2020 in Kraft getretenen Änderung des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) führt der deutsche Gesetzgeber auf internationale Empfehlung von FSB und IOSCO drei neue Maßnahmen zur Liquiditätssteuerung von Wertpapierfonds ein und passt seine Gesetzgebung so den Möglichkeiten anderer Fondsstandorte an, um Nachteile bei der Fondsauflage in Deutschland zu reduzieren. Unter den Maßnahmen zur Liquiditätssteuerung versteht man konkret
(1.) Rücknahmebeschränkungen (= redemption gates),
(2.) Rücknahmefristen und
(3.) das sog. swing pricing (durch Abschläge bzw. Aufschläge modifizierter Preis für die Rücknahme bzw. Ausgabe von Fondsanteilen).

Insbesondere die Rücknahmebeschränkungen sollen dabei als anlegerschützendes, milderes Mittel im Vergleich zur vorübergehenden Aussetzung der Anteilscheinrückgabe wirken. Ihre kurzfristige Einführung in Ergänzung zur Aussetzung der Anteilscheinrückgabe wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) derzeit intensiv diskutiert. Ob, und falls ja welche Deka-Investmentfonds von den neuen Möglichkeiten zur Liquiditätssteuerung Gebrauch machen werden, ist zum heutigen Zeitpunkt offen. Vor diesem Hintergrund werden die Kapitalverwaltungsgesellschaften der Deka-Gruppe die drei neuen Maßnahmen zur Liquiditätssteuerung und die damit verbundenen rechtlichen und prozessualen Fragestellungen analysieren und deren mittelfristige Umsetzung prüfen.

Die BaFin, die Verbände und die Kapitalverwaltungsgesellschaften befinden sich aktuell im Austausch, wie eine marktgerechte Umsetzung erfolgen könnte. Die Deka nimmt sowohl über BVI als auch DK an der branchenweiten Abstimmung teil. Wir halten Sie in den nächsten Monaten über die weiteren Entwicklungen zeitnah auf dem Laufenden.

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