Absolute Return

Volatilitäten flexibel begegnen.

Die Marktkorrektur im März 2020 hat Investoren schmerzhaft vor Augen geführt, dass die Suche nach Renditen im Niedrigzinsumfeld mit Risiken behaftet ist. Da nahezu sämtliche Anlageklassen im Gleichklang nachgaben, geriet eine klassische Diversifikation über einen Multi-Asset-Ansatz an Grenzen. Neue Wege sind daher gefragt.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Lockdowns fast sämtlicher Volkswirtschaften als Folge der Corona-Krise sind bis auf Weiteres nicht abzusehen. Kurz- und mittelfristig sind signifi-kante Kursschwankungen weiterhin möglich. Kein einfaches Umfeld, um Renditeanforderungen und Risikorestriktionen in Einklang zu bringen.

Flexibilität über Anlageklassen und -strategien.

Absolute Return-Strategien können vor diesem Hintergrund eine mögliche Alternative für institutionelle Investoren sein. Sie zielen darauf ab, in möglichst vielen Marktphasen eine stabile positive Rendite zu erwirtschaften und gleichzeitig Volatilität und Draw Downs niedrig zu halten.

Eines der wesentlichen Merkmale von Absolute Return-Strategien ist ihre Flexibilität. Neben der Diversifikation über verschiedene Anklageklassen nutzen sie ein deutlich breiteres Spektrum an Anlagestrategien als klassische Multi-Asset--Ansätze. So können sie beispielsweise Short-Positionen eingehen und damit auch von fallenden Märkten profitieren. Das reduziert ihre Abhängigkeit von steigenden Aktien- oder Anleihekursen und hilft dabei, Preisschwankungen aktiv als Chance zu nutzen. Entscheidend ist, dass das Fondsmanagement von der jeweiligen Strategie in einem bestimmten Zeitraum eine positive Rendite erwartet. Hinzu kommt der Einsatz verschiedener Anlagestile. Je nach Anforderung werden fundamentale neben modellgestützten und markttechnischen Ansätzen genutzt. Auch das verringert die Abhängigkeit von einem bestimmten Marktumfeld.

Die Deka setzt Absolute Return-Strategien unter anderem in den institutionellen Publikumsfonds der Deka Institutionell Absolute Return-Reihe mit den Varianten Defensiv und Dynamisch um. „Durch die Kombination von marktabhängigen und marktunabhängigen Strategien sollen insgesamt positive Gesamterträge erzielt werden“, beschreibt Marcel Haßelmann, Leiter Absolute Return Multi-Asset Fonds bei der Deka Investment, das Konzept. „Eine Möglichkeit sind beispielsweise marktunabhängige Alpha-Strategien, welche die relative Attraktivität einer Anlage gegenüber einer anderen Anlage nutzen. Beispiel Long-Short-Strategien: Erwartet das Fondsmanagement, dass deutsche Aktien sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt, geht es eine Long-Position im DAX ein und baut im Gegenzug eine Short-Position, etwa im EuroStoxx 50, auf. Beta-Strategien dienen wiederum der Umsetzung einer fundamentalen Marktmeinung, zum Beispiel durch eine Long-Position auf deutsche Bundesanleihen. Mit Carry-Strategien sollen über die Dauer einer Anlage regelmäßige positive Erträge generiert werden, indem etwa unter der Voraussetzung eines gleichbleibenden Risikos zweier Anlagen diejenige mit der höheren Rendite bevorzugt wird. Schließlich dienen Hedge-Strategien der Absicherung des Gesamtportfolios und der Reduzierung der Volatilität. Am Ende bestehen die Portfolios aus einer Vielzahl von Strategien, die untereinander möglichst wenig bis negativ korreliert sind.“

Strategische und taktische Komponenten.

Die Strategien werden nach ihrer Bedeutung für die Gesamtstrategie des Fonds und dem Anlagehorizont, über den sie genutzt werden, unterschieden. Basisstrategien dienen über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten als strategische Performancetreiber. Hinzu kommen Ergänzungsstrategien, die einen eher taktischen Charakter haben und mit einem Anlagehorizont von einem bis sechs Monate eingesetzt werden. Kurzfristig orientierte Tradingstrategien, mit denen auf Tagesbasis oder bis zu wenigen Wochen kurzfristige Chancen und Marktopportunitäten genutzt werden, runden das Portfolio ab. „Den Kern unserer Portfolios -bilden in der Regel die Basis- und Ergänzungsstrategien“, so David Theis, Fondsmanager der Deka Institutionell Absolute Return-Fonds. „Aber während der Marktturbulenzen im Februar und März sind wir auf Sicht gefahren. Unser proprietäres Risikomanagementtool hat bereits Ende Februar steigende Marktvolatilitäten angezeigt, entsprechend haben wir unsere Positionen heruntergefahren. Die Basis- und Ergänzungsstrategien waren vollständig abgesichert, und wir haben vor allem über die Tradingstrategien gesteuert.“

Die Streuung über Anlagesegmente und Strategien hat sich Haßelmann zufolge in der Krise bewährt: „Viele Absolute--Return-Ansätze sind bei den steigenden Volatilitäten in Zuge der Korrekturen unter die Räder gekommen, da sie letztendlich stark marktsymmetrisch agiert haben. Unsere Strategien sind vergleichsweise ruhig durch die schwierigen Gewässer gesegelt, und wir konnten unsere Volatilitäts- und Draw-Down-Ziele einhalten. Beide Fonds verzeichnen seit Auflegung im November 2018 positive Wertzuwächse.“

David Theis

Fondsmanager der Deka Institutionell Absolute Return-Fonds.

Der Deka Institutionell Absolute Return Dynamisch soll sich bei der Volatilität im einstelligen Bereich bewegen, bei einem maximalen Draw Down von fünf bis sechs Prozent. In der defensiven Variante sollen eine Volatilität von drei Prozent und ein Draw Down von 1,5 Prozent nicht überschritten werden. „Die Anlageuniversen beider Fonds sind annähernd deckungsgleich“, erläutert Theis. „In der defensiven Variante sind risikoreichere Anlageklassen wie High Yield ausgeschlossen, um hier eine VAG-Konformität zu gewährleisten. Die dynamische Variante weist im Gegenzug eine um den Faktor drei bis vier höhere Risikoauslastung auf.“ Beide Fonds -können kombiniert und so jeweils an die individuelle Rendite- und Risikopräferenz angepasst werden.

Das weiterhin hochdynamisch erwartete Umfeld spricht aus Sicht von David Theis für Multi-Asset-Strategien mit einem Absolute-Return-Ansatz: „Unsere Strategien sind schnell und flexibel und können sich auf jedes Umfeld einstellen. Für uns ist weniger wichtig, wie das Umfeld sich entwickelt, sondern dass wir in der Lage sind, aktiv zu managen. Unsere Fonds -sollen in möglichst vielen Marktphasen ihre Stärken ausspielen.“

Zeitplan für das Inkrafttreten.

Deka-Institutionell Absolute Return Defensiv.
01.11.2018 – 31.03.2019
0,22%
31.03.2019 – 31.03.2020
-0,19%
Deka-Institutionell Absolute Return Dynamisch.
01.11.2018 – 31.03.2019
1,96%
31.03.2019 – 31.03.2020
0,59%
Quellen:
* Nettowertentwicklung: Neben den auf Fondsebene anfallenden Kosten wurden auch die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag) berücksichtigt. Zusätzlich können Depotkosten anfallen, die die Wertentwicklung mindern. (Bitte vergleichen Sie hierzu das Preisverzeichnis Ihrer depotführenden Stelle.)
DekaBank. Stand: 31.3.2020
Bitte beachten Sie: Die angegebene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.