1. Start
  2. News & Events
  3. Makro Research

15. Juli 2019

Makro Research
Sorglosigkeit?

 

Die Geldpolitik wird es schon richten. Zumindest die US-Börsen feiern.

 

Der S&P 500-Aktienindex stieg auf ein Allzeithoch von über 3.000 Punkten. Die Zinssenkungserwartungen an die US-Notenbank Fed werden mit der Verunsicherung um die Weltkonjunktur vor allem wegen der Handelsstreitigkeiten begründet. Scheinbar macht sich angesichts der aktiven Notenbanken eine Sorglosigkeit an den Märkten breit, die die Aktienmärkte trägt und die Zinsaufschläge an den Anleihemärkten drückt. Risiko wurde in der vergangenen Woche gesucht: Die Emission der 50-jährigen italienischen Staatsanleihe war bei einer Rendite von lediglich 2,84 % vielfach überzeichnet. Immerhin, Produktionsdaten aus der Eurozone sowie Inflations- und Arbeitsmarktindikatoren aus den USA fielen ordentlich aus. Kein Grund zur Sorge um einen freien Fall der Konjunktur. Dies bestätigt auch das chinesische BIP-Wachstum vom zweiten Quartal mit 6,2 %. Dies ist zwar der niedrigste Stand seit den frühen 90er Jahren, doch trotz aller Unsicherheiten im Handelskonflikt mit den USA ist das ein solides Resultat.

 

„ Scheinbar macht sich angesichts der aktiven Notenbanken eine Sorglosigkeit an den Märkten breit, die die Aktienmärkte trägt und die Zinsaufschläge an den Anleihemärkten drückt. “

Dr. Ulrich Kater

Chefvolkswirt
DekaBank

 

Zur Wochenmitte erfahren wir, wie es um die amerikanische Industrie und den Einzelhandel bestellt ist. Den US-Daten kommt im Hinblick auf die Zinssenkungsphantasien eine hohe Bedeutung zu. Der Fokus richtet sich nun zunehmend auf die Berichtssaison in den USA , die in der laufenden Woche startet. Aus Deutschland gibt es diese Woche nur wenige Unternehmenszahlen, in Europa fängt es allerdings bereits an, spannender zu werden.

 

Veröffentlicht am: 15. Juli 2019.