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11. November 2019

Makro Research
Weiter aufwärts

 

 

Die Hinweise auf eine konjunkturelle Stabilisierung verdichten sich, die Stimmung in den Unternehmen hat sich leicht aufgehellt. Dazu tragen auch die friedlicheren Töne im Handelsstreit zwischen den USA und China bei. Im besten Fall könnte eine Einigung bei einer Reihe von strittigen Punkten sogar zu einer teilweisen Rücknahme der Strafzölle führen. Die Aktienmärkte quittierten die jüngste Entwicklung mit Begeisterung. In den USA wurden neue Rekordmarken erreicht. Auch beim DAX kommt das Allzeithoch aus dem Januar 2018 von 13.560 Punkten in Sichtweite. Die Anleihemärkte meldeten Kursverluste: Die Renditen von 10-jährigen Bundesanleihen stiegen – u.a. wegen höherer Inflationsprämien – erstmals seit vier Monaten wieder über -0,3 % an.

 

 „Die Hinweise auf eine konjunkturelle Stabilisierung verdichten sich, die Stimmung in den Unternehmen hat sich leicht aufgehellt. Dazu tragen auch die friedlicheren Töne im Handelsstreit zwischen den USA und China bei.“ 

Dr. Ulrich Kater

Chefvolkswirt
DekaBank

 

Alle Augen bleiben auf die Handelsgespräche zwischen den USA und China gerichtet. Aber auch die Haltung der US-Regierung gegenüber Europa rückt stärker ins Blickfeld. Dass Washington in dieser Woche die viel diskutierten Autozölle gegenüber der EU ankündigt, ist derzeit jedoch unwahrscheinlich. Spannend wird bei der Veröffentlichung des ZEW-Konjunkturindex, ob er die Bodenbildung in der hiesigen Wirtschaft bestätigt. Zudem werden die Daten zum Wachstum der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal gemeldet. Trotz der aktuellen Aufhellungssignale dürfte es hier bestenfalls zu einer Stagnation gekommen sein. Doch das ist Vergangenheit. Da die Märkte die Zukunft handeln, könnte die Erleichterungsrallye durchaus noch etwas anhalten.

 

Veröffentlicht am: 11. November 2019.