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15. April 2019

Makro Research
Geruhsam, gemächlich, gelassen

 

Es macht offenkundig überhaupt keinen Sinn, sich aufzuregen.

 

Weder über die Briten noch über die Europäische Zentralbank. Das haben die Aktienmärkte beherzigt und durchlebten daher eine relativ ruhige und richtungslose Woche. Beide "Hingucker" mahnen weiterhin zur Geduld. Zum einen hat die Europäische Zentralbank bestätigt, dass es bis zur ersten Leitzinserhöhung noch sehr lange gehen kann. Wenngleich kurzfristig keine neuen unterstützenden geldpolitischen Maßnahmen angekündigt wurden, so bleibt doch die Gewissheit, dass die Euro-Währungshüter noch lange Zeit eher auf der börsenberuhigenden Seite bleiben wollen. Geduld haben auch die EU-Politiker auf ihrem Gipfel mit den Briten bewiesen. Der Geduldsfaden reißt nun frühestens am 31. Oktober, dem neuen (vorläufig spätesten) Termin für den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs.

 

„ Der Geduldsfaden reißt nun frühestens am 31. Oktober, dem neuen (vorläufig spätesten) Termin für den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs.“

Dr. Ulrich Kater

Chefvolkswirt
DekaBank

 

In dieser Woche dürften wichtige zur Veröffentlichung anstehende Konjunkturindikatoren sowie die beginnende Berichtssaison in den USA im Fokus der Märkte stehen. Das verspricht insofern Spannung, als die Zeit der Rückgänge und Abwärtsrevisionen sowohl bei den Konjunkturdaten als auch bei den Unternehmensgewinnen allmählich zu Ende gehen sollte. Eine solche Bodenbildung würde unser Hauptszenario bestätigen, dass die globale Expansion - wenngleich mit wenig Schwung - weitergeht, und dass es eben nicht zu einer Rezession kommt. So sind die Augen der Marktteilnehmer vor allem auf das chinesische Bruttoinlandsprodukt und die US-Einzelhandelsumsätze gerichtet.

 

Veröffentlicht am: 15. April 2019.