März 2020

Investmenttrends
Coronavirus erobert die Welt

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Coronavirus erobert die Welt

Mitte März lösten die ständig steigenden Beeinträchtigungen der Realwirtschaft durch immer neue großflächige Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus Panik an den Finanzmärkten aus. Mittlerweile ist eine langanhaltende weltweite Rezession eingepreist. Da wir nicht von diesem Szenario ausgehen, erwarten wir auch wieder eine Trendumkehr an den Märkten. Noch ist es zu früh, Aktien wieder überzugewichten, aber nach unserer Auffassung liegt der Zeitpunkt nicht mehr fern, wir betrachten hier insbesondere den Verlauf der Infektionszahlen. Auch in China waren es sinkende Fallzahlen, die zu einer Beruhigung der Finanzmärkte führten.
 
Wesentlich ist in dieser Lage, dass zu den Beeinträchtigungen der realwirtschaftlichen Entwicklung nicht noch eine Selbstverstärkung durch Finanzmarktstress hinzukommt. Gemessen an der Reaktion an den Aktienmärkten nahmen sich die Bewegungen an den Märkten für Unternehmensanleihen noch relativ moderat aus. Aber die Unternehmen müssen sich auf finanzielles Krisenmanagement einstellen, wenn Einnahmen fehlen, die Kosten aber weiterlaufen. Hier kommen Geld- und Finanzpolitik ins Spiel. Die Notenbanken können sich dafür einsetzen, dass die Kreditbedingungen in dieser angespannten Situation möglichst entspannt bleiben. Hier hat die EZB mit den Ergebnissen ihrer März-Sitzung die Märkte enttäuscht, denn sie blieb in den gewohnten Instrumentenbahnen, ohne in den Augen der Marktteilnehmer die gegenwärtigen Besonderheiten ausreichend zu adressieren. Notfalls sind jedoch Markteingriffe in besonderen Belastungslagen möglich, um das Bankensystem oder sogar den Unternehmenssektor zu entlasten. Eng verbunden damit sind Maßnahmen der Regierungen, den Unternehmen möglichst viel Flexibilität zu geben. Die Möglichkeiten reichen von großzügigen Kurzarbeiter-Regelungen bis hin zu Steuerstundungen und Überbrückungskrediten. Grundsätzlich sehen wir weiterhin ausreichend Chancen, Folgewirkungen zu verhindern.
 
Für private Portfolios wären Verkäufe gegenwärtig genau die falsche Option. Für den Anleger, der in der jetzigen Lage seine Bestände verkauft, würde der Crash erst dadurch zur Realität. Alle anderen Anleger nehmen an der zu erwartenden Erholung teil und bleiben weiter bei der Strategie eines langfristigen Aktienanteils in ihrem Vermögen. Für diejenigen Anleger, die sowieso mit einem Aufbau von Aktien beginnen wollten, ist es jetzt eine sehr gute Phase, damit schrittweise zu beginnen und damit den Grundstein für eine sehr gute Renditeentwicklung in den kommenden Jahren zu legen.
 

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