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Quantitative Kapital­marktforschung
DekaBank gründet eigenes Institut

Um den Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis zu ver­bessern, hat die DekaBank ein neues Institut gegründet. Dessen Kernaufgabe ist die quantitative Forschung auf dem Gebiet der Kapitalmärkte. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur Einzug in den Researchprozess halten. Auch Kunden können
sich über die aktuellen Forschungsthemen sowie Fach­beiträge von Deka-Mitarbeitern auf dem Portal www.iq-kap.de informieren.

„In unserem Quant-Team arbeiten viele Mitarbeiter auch zusammen mit Hochschulen an wissenschaftlichen Themen, die für unser Geschäftsfeld und unsere Kunden spannend sind“, erklärt Dr. Ulrich Neugebauer, einer der beiden Geschäftsführer des Instituts. Im Hauptberuf ist er Leiter Quantitative Produkte. Seine Erfahrung ist, dass die wissen­schaftliche Expertise seiner Mitarbeiter den Kunden bislang wenig bekannt ist. „Das wollen wir ändern und interessante neue Entwicklungen im wissenschaftlichen Umfeld unserer Branche schneller für Produkte und Kunden nutzbar machen“, sagt der promovierte Physiker. Die Gründung eines eigenen Instituts lag deshalb nahe. Johannes Behrens-Türk ist als Leiter Nachhaltigkeitsmanagement für die Wissenschafts­förderung der DekaBank-Gruppe verantwortlich und gleichzeitig Geschäftsführer des Instituts. Er ist überzeugt, dass der einfache Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten in der quantitativen Kapital­marktforschung auch vielen Kunden echten Mehrwert bietet.

Auf dem Portal des Instituts sind die Inhalte nach den Themen Asset Pricing, Risk & Optimization, Alterssicherung und Empirische Kapitalmarktforschung gegliedert. „Wir wollen als eine Art Thinktank fungieren“, umschreibt Dr. Michael Wegener, Leiter Quantitative Produkte Renten in der Deka Investment, ein weiteres Ziel des In­stituts. Gemeinsam mit Neugebauer sichtet und bewertet er künftig aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse – auch mit Blick auf die konkrete Einsetzbarkeit in der Praxis. So sollen nutzbare Erkenntnisse Einzug in den Investmentprozess halten – bis hin zur Produktentwicklung und Qualitätssicherung.

„Der wissenschaftliche Anspruch unserer Arbeiten wird unterstrichen durch die Veröffentlichung unserer bisherigen Publikatio­nen in Forschungsjournalen“, berichtet Neugebauer. Ein Beispiel für Forschungs­kooperationen, die das Institut unterstützen will: Dr. Heiko Opfer, Leiter Risikomanagement und GTAA, steht in engem Kontakt mit der Universität Gießen, an der er promovierte. „Zum Austausch mit Wissenschaftlern treffen wir uns mit ihnen an der Hochschule oder wir laden sie zu unseren Researchmeetings in die Bank ein. So bleiben wir auf dem neuesten Forschungsstand und die Wissenschaftler erhalten Einblicke in die Praxis.“

Gezielt wird das Institut Forschungsaufträge in Form von Diplom- und Doktorarbeiten vergeben – und kann so Informationen auf ressourcenschonende Weise gewinnen, die dann in die bankinternen Prozesse einfließen. „Das verstehen wir auch unter Verlängerung der Prozesskette für die Wissenschafts­förderung“, stellt Behrens-Türk fest. Neugebauer verweist auf einen weiteren wichtigen Punkt: „Unser Institut soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Ruf der DekaBank-Gruppe als exzellenter Arbeitgeber für wissenschaftlich ambitionierte Mitarbeiter weiter zu festigen.

 

 

 

Markt & Impuls - Für Sparkassen - Ausgabe 1, Januar 2014