1. Start
  2. Markt & Impuls
  3. News
  4. Neudefinition - ISDA passt Regeln für CDS-Kontrakte an

Neudefinition
ISDA passt Regeln für CDS-Kontrakte an

Kreditderivate (Credit Default Swaps, CDS) dienen zur Absicherung von Engagements. Doch die jüngsten Erfahrungen mit der Restrukturierung von Banken und Staaten erforderten eine Anpassung. Dem trägt der Handelsverband International Swaps and Derivatives Association (ISDA) mit aktualisierten Definitionen der Kontrakte Rechnung.

 

Eine wesentliche Neuerung ist die Einführung des Kreditereignisses (Trigger) „Govern­mental Intervention“ für CDS auf Finanzin­stitutionen. Setzt eine Regierung oder eine staatliche Autorität mit entsprechenden Befugnissen bei Finanzinstitu­tionen Restrukturierungen oder einen Schuldenschnitt durch, so wird dies künftig als CDS-Trigger gewertet. Hierzu zählen Änderungen am Nominalbetrag von Anleihen, beim Zins, bei der Restlaufzeit sowie beim Verhältnis von Vorrang- und Nachranggläubigern.

 

Außerdem ändert die ISDA die Regeln für Staatsanleihen und berücksichtigt unter anderem, dass Teile der Schulden wie im Fall Griechenlands in Anleihen internationaler Institutionen umgewandelt werden. Zudem trägt die ISDA für den Fall einer Änderung der Währung eines Landes Vorsorge.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 2, Juli 2014