Märkte

Märkte im Überblick
Juli 2014

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  4. Markt & Impuls Juli 2014
 

Aktien
Performance weiter gut

Aktien bleiben ohne Alternative – dank der niedrigen Zinsen und der guten Gewinnlage der Unternehmen.

Aktien

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Quelle: DekaBank

 

Die Aktienmärkte haben seit dem Höhepunkt der Finanzkrise eine beeindruckende Performance abgeliefert. DAX®, Dow & Co. werden dieses hohe Tempo zwar auf Dauer nicht halten können. Aber es spricht vieles dafür, dass Aktien weiterhin eine höhere Rendite haben als viele andere Anlageklassen.

Seit der großen Finanzkrise haben sich die Aktienmärkte trotz aller Widrigkeiten prächtig entwickelt. Der zurückliegende Bullenmarkt erklärt sich über die beiden typischerweise für Aktienkurse bestimmenden Faktoren: Wie viel Gewinn wird erwirtschaftet und wie viel wird für diesen Gewinn bezahlt? Seit der Konjunkturerholung konnten die Unternehmen ihre Gewinne kräftig steigern. Zugleich waren die Märkte, ge­­mes­­sen an den Bewertungskennzahlen, im historischen Vergleich sehr günstig.

Betrachtet man die Unternehmen und ihre Gewinne, so gibt es aktuell Potenzial für weitere Steigerungen. Dies gilt besonders für europäische Firmen, deren aktuelle Gewinnmargen im historischen Vergleich noch Luft nach oben haben.

 

Die meisten Kennzahlen befinden sich auf dem aktuellen Bewertungsniveau in der Nähe historischer Mittelwerte. Dies bedeutet, dass der Markt zwar nicht mehr außerordentlich günstig bewertet ist, aber auch wenig Anzeichen für eine deutliche Überbewertung oder gar für eine Blase zu sehen sind. Von normalen Aktienbewertungen kann mittelfristig auf hohe einstellige Renditen geschlossen werden.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 2, Juli 2014
 

Anleihen / Zins
Zusatzrenditen vereinnahmen

Das Niedrigzinsumfeld hält an. Hochzinsanleihen bleiben attraktiv.

Das Niedrigzinsumfeld hält an. Hochzinsanleihen bleiben attraktiv.

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Quelle: DekaBank


Die Politik der Notenbanken bleibt wachstumsunterstützend, auch wenn die Federal Reserve die Zügel leicht angezogen hat. Es besteht auch kein unmittelbarer Druck, die Leitzinsen zu erhöhen. Denn eine Gefährdung der mittelfristigen Preisstabilität spiegelt sich in den Inflationsprognosen nicht wider. Insgesamt dürfte das Niedrigzinsumfeld also andauern.

Produkte mit Renditeaufschlägen, insbesondere Unternehmensanleihen, bleiben dabei eine attraktive Anlageklasse. Dies zeigt das anhaltend hohe Interesse von institutionellen Investoren an neu emittierten Unternehmensanleihen. Viele der Emittenten zeichnen sich durch eine solide Bilanzqualität aus. Dies gilt auch für Firmen aus den Peripheriestaaten oder mit schwächerer Bonität, die aktuell über einen guten Kapitalmarktzugang verfügen. Zudem haben viele Unternehmen Kapitalreserven aufgebaut. Schwierige Marktphasen können somit gut überbrückt werden. Auf Sicht der kommenden Monate wird der anstehende Bilanztest (Asset Quality Review) der Europäischen Zentralbank bei europäischen Banken in den Fokus rücken. Ein erneuter, signifikanter Kapitalbedarf bzw. das Überschreiten der Budgetziele stellt vor allem ein Risiko für die Peripherie­länder dar.

Für Investoren, die eine Zusatzrendite zu Bundesanleihen erzielen wollen, bieten sich Hochzinsanleihen (High Yield) sowie Unternehmensanleihen im niedrigeren Investment-Grade-Bereich an. Der europäische Hochzinsmarkt ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Zudem ist dieser dank einer breiteren Käuferschicht stabiler und liquider geworden.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 2, Juli 2014
 

Immobilien
Chancen global nutzen

Auch für Immobilien gilt: Eine weltweite Diversifikation trägt maßgeblich zur Reduktion der Risiken bei.

Immobilien

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Quellen: PMA, Prognosen der DekaBank


Für institutionelle Investoren bieten die globalen Immobilienmärkte sehr gute Perspektiven vor dem Hintergrund der derzeitigen Entwicklung der Weltwirtschaft. Während sich Europa langsam von der Schuldenkrise erholt, wächst die Wirtschaft in anderen Teilen der Welt bereits wieder mit höherer Dynamik. Daraus ergeben sich Anlagechancen durch die Ausnutzung verschiedener Marktzyklen.

In Europa lohnt sich ein Blick nach Barcelona oder Madrid, um antizyklisch in den Markt einzusteigen. „Die beiden Metropolen im Süden Europas bieten auf Sicht von fünf Jahren nach unseren Prognosen die höchsten Ertragschancen“, erläutert Andreas Wellstein vom Immo­bilien­research der DekaBank. Madrid lässt von 2014 bis 2018 einen durchschnittlichen Bruttoertrag bei Büroimmobilien von 7,8 Prozent, Barcelona von 5,9 Prozent erwarten.

Für die Büromärkte in Nordamerika sehen die Deka-Experten selektive Chancen. Diese ergeben sich beispielsweise an Hochtechnologie- und Rohstoffstandorten wie Boston oder Dallas oder in Städten mit einer breit diversifizierten Wirtschaft wie Chicago oder Montreal. In Lateinamerika bieten sich die beiden Schwellenländer Chile und Mexiko für Immobilien­engagements an. Von deren hoher wirt­schaftlicher Dynamik profitieren die Hauptstädte Mexiko-Stadt und Santiago de Chile. Nicht zu vergessen sind schließlich die etablierten Märkte in Australien, zum Beispiel Melbourne oder Sydney. Dort hält das hohe Einstiegsniveau der Renditen noch Potenzial für Kapitalwertsteigerungen bereit.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 2, Juli 2014