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„Wir verstehen uns
als LCR-Steuerungspartner der Sparkassen“

Um Sparkassen bei den Liquiditätsanforderungen zu unterstützen, hat die Deka ein umfangreiches Servicepaket geschnürt. Das betrifft zum einen die Beratung, zum anderen aber auch die konkrete Umsetzung in den Portfolios.

Drei Buchstaben sind es, die Banken und Sparkassen seit dem vergangenen Jahr zunehmend in Atem halten: LCR. Dieses Kürzel steht für Liquidity Coverage Ratio und zeigt den Liquiditätspuffer an, der stressbedingte Mittelabflüsse während eines Zeitraums von 30 Tagen kompensieren soll. Der Quotient aus Liquidität und Mittelabflüssen muss seit Oktober 2015 mindestens 60 Prozent betragen und wird bis 2018 auf mindestens 100 Prozent ansteigen.

Matthias Kowallik

Leiter Institutionelle Kunden Sparkassen
& Finanzinstitute DekaBank

Zwar scheinen die meisten Sparkassen gut aufgestellt zu sein und erfüllen die Anforderungen der LCR – so zumindest das Ergebnis des Deka Treasury-Kompasses 2015. Doch das sollte kein Grund sein, sich zurückzulehnen. Im Gegenteil. Vor allem für die Sparkassen, die die Kennziffer bislang nicht oder nur knapp erfüllen, bedarf es Lösungen, die eine Mindestquote sicherstellen, ohne Ertragseinbußen hinnehmen zu müssen. Und selbst Häuser mit einer LCR-Übererfüllung haben Optimierungsbedarf.


Professionelle Hilfestellung bietet die Deka. „Wir verstehen uns als LCR-Steuerungspartner der Sparkassen“, sagt Matthias Kowallik, Leiter Institutionelle Kunden Sparkassen & Finanzinstitute der DekaBank. Mit ihrem regulatorischen Know-how unterstützt die Deka Sparkassen dabei, LCR-schonende und vor allem auch renditeoptimierende Anlagen zu gestalten.

LCR-Auswirkungen umfassend analysieren

Schematische Darstellung

Unterteilung in drei Zielgruppen

Es ist ein großes Beratungspaket, das die Deka für die Sparkassen geschnürt hat. „Wir unterteilen dabei in drei Zielgruppen“, erläutert Christopher Bliemel, Leiter Strategieanalyse & Asset-Liability-Management bei der DekaBank. Zum einen sind es die Sparkassen, die die LCR zwar deutlich übererfüllt haben, aber durch den Schwerpunkt auf liquide Aktiva (HQLA) Ertragspotenzial verschenken.


Zweite Zielgruppe sind die Häuser, die die Quote genau erfüllen. „Hier stellt sich vor allem die Frage, wie in der Zukunft die LCR stabil gehalten und gleichzeitig die Ertragsseite optimiert werden kann“, sagt Bliemel.

Christopher Bliemel, CEFA

Leiter Strategische Eigengeschäftssteuerung

& Asset-Liability-Management DekaBank

Die dritte Gruppe betrifft die Sparkassen, die zwar aktuell die LCR-Quoten erfüllen, jedoch aufgrund absehbarer hoher Fälligkeiten das Niveau in Zukunft nur schwer halten können. „Es handelt sich um Wertpapiere, die zu prolongieren sind, plus HQLA, die zusätzlich zur Erfüllung benötigt werden. Erschwerend kommen Veränderungen auf der Passivseite hinzu, die den Nenner erhöhen“, sagt Bliemel. Das heißt, die Sparkasse muss reagieren, und zwar durch mehr Wertpapiere auf der Aktivseite.

 

Umfangreiches Beratungsangebot

„Für alle drei Zielgruppen gilt, individuell geeignete Konzepte zu finden, um die LCR unter Rendite-Risiko-Gesichtspunkten optimal für die Sparkasse auszusteuern“, beschreibt Kowallik den Beratungsansatz der Deka. Die Beratung erstreckt sich dabei vor allem auf drei Bereiche: Direktanlage, Spezialfonds und Institutionelle Refinanzierung.


Zu den möglichen Lösungsansätzen gehört beispielsweise die Optimierung der LCR im Direktbestand. Ein Beispiel sind die drei LCR-Musterbaskets, die fortlaufend optimiert werden. Die rein anleihebasierten Baskets für Sparkassen mit unterschiedlicher Risikoneigung haben das Ziel bei gleicher durchschnittlicher Laufzeit eine höhere Rendite als das Ausgangsportfolio zu generieren.

 

Zwar scheinen die meisten Sparkassen gut aufgestellt zu sein und erfüllen die Anforderungen der LCR – so zumindest das Ergebnis des Deka Treasury-Kompasses 2015. Doch das sollte kein Grund sein, sich zurückzulehnen. Im Gegenteil. Vor allem für die Sparkassen, die die Kennziffer bislang nicht oder nur knapp erfüllen, bedarf es Lösungen, die eine Mindestquote sicherstellen, ohne Ertragseinbußen hinnehmen zu müssen. Und selbst Häuser mit einer LCR-Übererfüllung haben Optimierungsbedarf.

 

Professionelle Hilfestellung bietet die Deka. „Wir verstehen uns als LCR-Steuerungspartner der Sparkassen“, sagt Matthias Kowallik, Leiter Institutionelle Kunden Sparkassen & Finanzinstitute der DekaBank. Mit ihrem regulatorischen Know-how unterstützt die Deka Sparkassen dabei, LCR-schonende und vor allem auch renditeoptimierende Anlagen zu gestalten.

 

 

Unser Ziel ist es, zusammen mit den Sparkassen eine optimale Portfoliostruktur zu finden, die jederzeit den regulatorischen Anforderungen entspricht.

Matthias Kowallik

Institutionelle Kunden,

Leiter Sparkassen & Finanzinstitute, Deka

 

 

Auch Spezialfonds helfen die LCR zu optimieren. „Der Einsatz von LCR-fähigen Spezialfonds bedeutet für die Sparkasse die Auslagerung von Komplexität. Gerade bei den Häusern, die die LCR nur knapp erfüllen, würde damit auch das Prolongationsrisiko reduziert werden“, nennt der Leiter der Strategischen Eigengeschäftssteuerung die Pluspunkte. Ein solcher LCR-fähiger Fonds hat zudem den Vorteil, dass über den Steuerungsprozess regelmäßig die Fälligkeiten und Prolongationen für den Kunden vorgenommen werden können und ein permanent optimiertes Portfolio sichergestellt ist.


Für die Sparkassen, die die LCR nur knapp oder im Zweifel perspektivisch sogar nicht erfüllen, hat die Deka einen weiteren Service im Angebot: Die Beratung geht dahin, dass man versucht, aus den Beständen ein stabiles LCR-Portfolio zu konstruieren, oder auch über geeignete Refinanzierungs­maßnahmen versucht, die LCR ein Stück weit zu entlasten. Beispielsweise kann es interessant sein, die institutionelle „kurze“ Refinanzierung entweder komplett oder teilweise auf längere Laufzeiten zu stellen, um den Nenner der LCR zu entlasten.

Maßnahmen für die LCR-Optimierung

Schematische Darstellung

Spezielles LCR-Tool in der Entwicklung


Neben Beratung und Angeboten rund um den Status quo versucht die Deka aber auch zukunftsgerichtet zu unterstützen. So entwickelt die Deka ein spezielles Tool für die LCR-Steuerung und -Optimierung. Hier können die Abflüsse der Zukunft aus dem Wertpapierbereich analysiert werden. „Wir versuchen, eine Stabilisierung für die Sparkasse vorzuschlagen, indem wir aus einem Alternativuniversum Wertpapiere nach den Ansprüchen der Sparkasse austauschen können, um auch die LCR in den nächsten Jahren zu erfüllen“, schildert Bliemel die Vorzüge. Die Simulation individueller Maßnahmen im aktivischen und passivischen Eigengeschäft zeigt auf, wie sich Veränderungen auf LCR und Erträge auswirken.


„Der Blick nach vorne ist wichtig“, betont Kowallik. „Unser Ziel ist es, zusammen mit den Sparkassen eine optimale Portfoliostruktur zu finden, die jederzeit den regulatorischen Anforderungen entspricht.“ Dabei wird überprüft und analysiert, ob das Maximale mit dem LCR-Portfolio verdient werden kann oder ob die Deka Impulse geben kann, die Ertragsströme zu verbessern. Die verschiedenen Bausteine der LCR-Plattform der Deka können dann für die gewünschte Optimierung sorgen.

Markt & Impuls - Für Sparkassen - Ausgabe 1, Januar 2016