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Vermögensanlagen für Kommunen, Stiftungen und Unternehmen
Umfassende Transparenz schützt vor Haftungsrisiken

Kommunen, Stiftungen und privatwirtschaftliche Unternehmen haben eins gemeinsam: Für sie gilt das Transparenzgebot, Anlageentscheidungen nachvollziehbar zu dokumentieren, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Mit einem Trans­parenz­zertifikat für die Publikumsfonds Deka-Kommunal Euroland Balance und Deka-Stiftungen Balance bietet die DekaBank die Möglichkeit, umfassende Transparenz herzustellen.

Mehr Einheitlichkeit und Transparenz sind die Ziele der grundlegenden Reform, die kommunale Verwaltungen in den vergangenen Jahren durchlaufen haben. Davon betroffen ist auch das Haushaltsrecht, das für die einzelnen Bundesländer nach und nach novelliert wird. Für die Kämmerer der Kommunen oder daran angeschlossene Unternehmen gilt nun das Transparenzgebot. Sie müssen Anlageentscheidungen nachvollziehbar belegen und die Risiken gemäß dem haushaltstechnischen Grundsatz „Sicherheit vor Ertrag“ abwägen. Diese Anforderungen können klassische Rechen­schafts­berichte oder die Halbjahresberichte von Publikumsfonds nicht erfüllen. Stattdessen sind Dokumentationsinstrumente gefragt, die zeitnah und detailliert informieren.

Vor einer ähnlichen Herausforderung stehen Stiftungen oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHs). Als Treuhänder der ihnen anvertrauten Gelder berichten Geschäftsführer von Stiftungen nicht nur an interne Gremien. Sie unterstehen auch einer Aufsicht auf Bundesländerebene und müssen detailliert belegen, dass die getätigten Anlagen dem Stiftungszweck entsprechen. Die Geschäftsführer einer GmbH unterliegen sogar einem Haftungs­risiko. Dementsprechend müssen auch sie sich von der Geldanlage der GmbH ein umfassendes Bild machen und bei einem Wertverlust nachweisen können, dass marktbedingte Umstände der Auslöser sind, nicht risikoreiche Transaktionen.

Auf diese Anforderungen hat die DekaBank mit einem Transparenzzertifikat für ausgewählte Publikumsfonds reagiert. Als zentralem Wertpapierhaus der Sparkassen kommt ihr hier eine besondere Verantwortung zu. Denn die Gebietskörperschaften, also Städte, Kommunen oder Landkreise, sind Eigentümer der Sparkassen und gleichzeitig oft auch deren Kunden.

Ebenso versteht sich die Sparkassen-Finanzgruppe als Partner des Mittelstandes: „Eine Lösung für mehr Transparenz in der Geldanlage, die den Entscheidern hilft, ihre Haftung zu reduzieren, verstehen wir als Serviceleistung, die unsere marktbewährten Anlagelösungen ergänzt“, erläutert Torsten Leidig aus dem Vertrieb Institutionelle Kunden, der die Entwicklung des Transparenzzertifikats begleitet hat.


Externe Prüfung und zeitnahe Veröffentlichung

Unterstützt und beraten wurde die DekaBank von Rödl & Partner. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat zahlreiche Kommunen bei der Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik, also das kaufmännische Rechnungswesen mit doppelter Buchführung, begleitet und führt für viele Unternehmen, gerade aus dem Mittelstand, das Vermögenscontrolling durch. Aus dieser Tätigkeit hat sich ein großer Erfahrungs­schatz über zahlreiche Transparenzberichte aufgebaut, die bereits individuell für verschiedene Kommunen und Unternehmen erstellt werden. „Das Transparenzzertifikat funktioniert nach einem einfachen Prinzip“, sagt Leidig. „Rödl & Partner bucht den Fonds nach, sodass alle Unregelmäßigkeiten gegenüber der Anlagerichtlinie auffallen, sofern welche vorhanden sind.“ Dann werde im Detail nachvollzogen, ob die einzelnen Anlageklassen auch dem Fondsprospekt entsprechend eingesetzt würden. Die Prüfung erfolgt auf Basis der Monatsdaten und wird quartalsweise veröffentlicht: „So kann der Verantwortliche ganz genau nachweisen, dass er das Transparenzgebot erfüllt“, so Leidig.

Weitere bedeutende Aspekte sind die Kontrolle durch den neutralen externen Wirtschaftsprüfer sowie die Verfügbarkeit des Transparenzzertifikats für alle in einem Fonds investierten Anleger. Leidig: „Unsere Wohlverhaltensrichtlinien besagen, dass wir einzelne Anleger in Publikumsfonds nicht besserstellen dürfen, indem wir zum Beispiel individuell Fondsdaten übermitteln. Mit dem Transparenzzertifikat können wir aber die größtmögliche Transparenz gewährleisten, die allen Investoren und Interessierten zur Verfügung steht.“

Mehr Transparenz bei Rückstellungen für Pensionen

Das Transparenzzertifikat wird für die Publikumsfonds Deka-Kommunal Euroland Balance und Deka-Stiftungen Balance erstellt. Anleger können es seit Jahresmitte 2014 über eine technische Plattform abrufen, auf der inzwischen die Quartale 4 / 2013 bis 2 / 2014 verfügbar sind. Künftige Berichte werden jeweils quartalsweise ergänzt. Damit können nun auch Kommunen, Stiftungen und Unternehmen in Publikumsfonds investieren, die bislang vor dem Hintergrund der Transparenz bei Publikumsfonds eher zurückhaltend agiert haben.

Deka-Kommunal Euroland Balance und Deka-Stiftungen Balance kommen verstärkt bei Stiftungen, kommunalen und privatwirtschaftlichen Unternehmen zum Einsatz, die langfristige Rückstellungen bilden müssen, etwa für Pensionen oder andere langfristige Verbindlichkeiten. Durch eine konservative, auf die restriktiven Vorgaben ausgerichtete Anlagepolitik sowie eine quantitative Steuerung, die sowohl makro- als auch mikroökonomische Entwicklungen berücksichtigt, konnte Deka-Kommunal Euroland Balance seit seiner Auflegung im Jahr 2002 auf Kalenderjahressicht ein deutlich positives Ergebnis nach Kosten erzielen.2

Nach Leidigs Ansicht trage auch dieses Ergebnis dazu bei, die haushaltsrechtlichen Bedingungen selbst in schwierigen Marktphasen zu erfüllen. Denn für Kommunen, aber auch für viele andere Institutionen, gelte nicht nur der Grundsatz „Sicherheit vor Ertrag“, zusätzlich sei es Pflicht, eine angemessene Rendite zu erwirtschaften. Ein Beispiel hierfür sind Industrie- und Handelskammern (IHKs), für die Bilanz­kontinuität ein bedeutender Faktor ist. „Eine IHK wirtschaftet mit den Beiträgen ihrer Mitglieder und veröffentlicht diese Ergebnisse jedes Jahr auf der Hauptversammlung. Auch nur den Anschein zu erwecken, mit diesen Geldern spekuliert zu haben, muss unbedingt vermieden werden“, sagt Leidig.

Fazit

Haushaltsrechtliche Vorgaben für Kommunen und Stiftungen sowie ein umfassendes Haftungsrisiko für Geschäftsführer bei privatwirtschaftlichen Unternehmen erfordern umfassende Transparenz bei der Geldanlage. Mit dem Transparenzzertifikat für Deka-Kommunal Euroland Balance und Deka-Stiftungen Balance kann diese Anforderung erfüllt werden. Die externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner prüft als neutrale Institution die Monatsdaten der Publikumsfonds und stellt sie den Anlegern quartalsweise zur Verfügung.

2 Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher
Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 3, November 2014