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Betriebliche Altersvorsorge
Anlagebereitschaft erkennen und Möglichkeiten aufzeigen

Viele Sparkassen betreuen Unternehmen bei der betrieblichen Altersvorsorge. Lösungen zur Ausfinanzierung von Pensions­verpflichtungen stehen dabei immer im betriebswirt­schaftlichen Kontext. Die DekaBank unterstützt bei Ansprache und Beratung.

„Zusammen mit der Sparkasse machen wir dem Unternehmen transparent, wie sich die Zahlungsströme im Ablauf der Pensionsverpflichtung auf den zukünftigen betrieblichen Cashflow auswirken.“

Oliver Leidel

Leiter Betriebliches Fondssparen, Pensionsverpflichtungen und Zeitwertkontenmodelle
Vertrieb Institutionelle Kunden Inland
DekaBank

Dass sie die Deckungslücke bei ihren Pensionsverpflichtungen schließen sollten, ist vielen Unternehmen bewusst. Doch oft benötigen sie dazu Unterstützung und Beratung, zum Beispiel von den Sparkassen. Das Potenzial mit Blick auf die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen bei Unternehmen ist groß. Deshalb unterstützt das Team Betriebliches Fondssparen der DekaBank dabei, für die Ansprache geeignete Unternehmen zu identifizieren und auf Augen­höhe zu beraten.

In Rente oder Geschäftsmodell investieren?

Die Pensionsrückstellung bringt viele Unternehmen in ein Dilemma. Die Gesellschafter oder Geschäftsführer müssen entscheiden, ob sie die finanziellen Mittel in das Geschäftsmodell investieren oder ob sie Rücklagen für künftige Rentenzahlungen bilden“, erklärt Oliver Leidel, Leiter Betriebliches Fondssparen bei der Deka Institutionell. „Damit die Entscheidung zugunsten einer kompensatorischen Gegenfinanzierung für die später zu zahlenden Pensionslasten getroffen wird, sind gute Argumente gefragt, die von der Notwendigkeit überzeugen.“ Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Beratung ist aus Sicht des Spezialisten für betriebliche Altersvorsorge, die Unternehmen zu identifizieren, bei denen sich der Bedarf an Pensionsrückstellungen sowie die Fähigkeit und Bereitschaft zur Gestaltung von dafür erforderlichen betriebswirtschaftlichen Maßnahmen abzeichnet.

In der Vorbereitung bietet das Team Betriebliches Fondssparen den Sparkassen eine systematische Unterstützung in Form einer umfassenden Unternehmens­analyse. „Wir schauen uns die Position ‚Rückstellung für Pensionen‘ in der Bilanz und die dazu korrespondierenden Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung genau an“, beschreibt Leidel. Weitere Informationsquellen seien der Geschäfts­bericht, eine Auswertung über das Bilanzanalysesystem EBIL, das Sparkassen-Finanzkonzept, die vorliegende Pensionszusage sowie ausführliche Gespräche mit dem jeweiligen Kundenbetreuer der Sparkasse, der das Unternehmen im Regelfall gut kennt.

 

Betriebswirtschaftlicher Beratungsansatz im Vordergrund

Der nächste Schritt ist das Gespräch mit dem Unternehmen, bei dem die Experten des Teams Betriebliches Fondssparen dabei sind. Hier steht zunächst die betriebswirtschaftliche Beratung im Mittelpunkt. Richtet sich der Fokus zu diesem Zeitpunkt bereits auf Produktlösungen wie Versicherungen, Pensionsfonds oder Treuhandlösungen, könnte deren sehr hohe und meist nicht mehr reversible Bindungswirkung von vormals freier Liquidität den Unternehmer davon abhalten, seine Mittel mehr oder weniger fest für den betriebsfremden Zweck „Rente“ zu binden. „Zusammen mit der Sparkasse machen wir dem Unter­nehmen in dieser Gesprächsphase transparent, wie sich die Zahlungsströme im Ablauf der Pensions­verpflichtung auf den zukünftigen betrieblichen Cashflow auswirken“, erläutert der Experte für betriebliche Altersvorsorge. „So wird der mögliche Handlungsbedarf offenbar, ausgerichtet an den finanziellen Fähig­keiten des Unternehmens.“

Die meisten Unternehmen wägen an dieser Stelle die Intensität der Zweck­bindung der Mittel kritisch ab und bedenken die Auswirkungen auf das Geschäfts­modell. „Die Beurteilung fällt oft positiv aus, wenn das Unternehmen durch eine Bodensatzanlage einen Spitzenausgleich oder einen Puffer bilden kann, mit dem sich die Zahlungswirkung seiner Pensionsverpflichtung mehr oder minder vom betrieblichen Cashflow entkoppeln lässt“, so Leidel. Die Erfahrung zeige, dass dann auch die Bereitschaft vorhanden sei, eine Minderverzinsung der Rücklage gegenüber einer Investition in das Geschäftsmodell zu akzeptieren. Zudem könne an dieser Stelle die harte Abgrenzung von Rücklagen des Unternehmens zum Zweck einer Insolvenz­sicherung, etwa durch die Verpfändung von Investmentfondsanteilen oder durch den Einsatz der DekaTreuhand GmbH, ein zusätzliches Handlungsmotiv sein (vgl. Übersicht).

 

Fazit

Die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen funktioniert nicht produkt­orientiert, sondern nur im betriebswirtschaftlichen Beratungsansatz. Das Team Betriebliches Fondssparen der DekaBank unterstützt Sparkassen bei der Identifikation von Unternehmenskunden, die sich mit Blick auf Bedarf, Fähigkeit und Bereitschaft für die Rücklagenbildung als vielversprechende Zielkunden eignen. Gleichzeitig begleitet das Team die Sparkasse im Gespräch mit dem Kunden und versucht diesen durch betriebswirtschaftlich passgenaue und schlagkräftige Argumente von den Vorteilen einer Rücklagenbildung zu überzeugen. Im Anschluss kann die DekaBank passende Produktlösungen vorschlagen, zum Beispiel spezifische Investmentfondslösungen oder die DekaTreuhand GmbH.

Markt & Impuls - Für Sparkassen - Ausgabe 1, Januar 2015