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Passive Anlagestrategien:
Die Stärken von ETFs nutzen

Gezieltes Stock Picking oder einfach nur Indizes abbilden? An dieser Frage scheiden sich oft die Geister. Dabei haben inzwischen beide Strategien einen festen Platz in den Portfolios institutioneller Investoren. Insbesondere börsengehandelte Indexfonds ver­zeich­nen erfreuliche Zuwachsraten.

Aktiv gemanagte Fonds zeichnen sich da­­durch aus, dass ein Fondsmanager die Wertpapiermärkte beobachtet und analysiert. Er führt regelmäßig Gespräche mit Analysten und Unternehmen, um genau die Titel für das Portfolio auszusuchen, die künftig vermutlich Gewinne machen werden. Sein Ziel ist es, den vor­definier­ten Index zu schlagen. Passiv gemanagte Fonds investieren dagegen direkt in Aktien- und Rentenindizes und bilden den zugrunde liegenden Index 1 : 1 ab, zum Beispiel den DAX oder den europäischen EURO STOXX 50. Damit folgt der ETF der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index. Steigt oder fällt zum Beispiel der DAX um 5 Prozent, steigt oder fällt der Wert eines Fondsanteils ebenfalls um 5 Prozent. Anleger verzichten damit auf eine aktive Mehrrendite, umgehen aber gleichzeitig das Risiko, schlechter abzuschneiden als der breite Markt.

Aktive und passive Strategien haben im Anlageportfolio institutioneller Investoren ihren festen Platz und können sich sinnvoll ergänzen. Dabei erfreuen sich Passivprodukte im Allgemeinen oder börsen­gehan­delte Indexfonds (ETFs, „Exchange Traded Funds“) im Besonderen bei institutionellen Anlegern zunehmender Beliebtheit. Im Jahr 2014 verzeichnete dieses Segment Rekordzuflüsse, wovon auch die DekaBank profitieren konnte. „Mit Zuwachsraten von bis zu 20 Prozent sind wir genauso stark gewachsen wie der Markt“, sagt Thomas Pohlmann, der für die Deka Investment ETFs entwickelt. „Insgesamt verwalten wir inzwischen in 42 ETFs ein Vermögen von rund 6,5 Milliarden Euro.“

 

Von Risikoaufschlägen profitieren

Das ETF-Angebot der DekaBank beinhaltet deutsche, europäische und internationale Aktien- und Rentenindizes sowie ausgewählte Strategieindizes. „Gerade auf der Aktienseite haben wir 2014 sehr hohe Zuflüsse gesehen“, so Pohlmann. Das Niedrigzinsumfeld sei ein Beweggrund dafür, dass sich institutionelle Anleger risikostärker positionierten, führt der ETF-Experte weiter aus. Neben Aktien lasse sich auch ein Trend hin zu anderen Anleiheklassen beobachten: „Viele Anleger ge­­hen weg von deutschen Staatsanleihen hin zu europäischen Staatsanleihen oder Corporate Bonds, um den entsprechenden Risikoaufschlag mitzunehmen.“

Mit der Entscheidung für ein passiv gemanagtes Mandat oder einen ETF schließen Investoren das Managerrisiko aus und haben die Sicherheit, dass das Produkt genau wie der Markt abschneidet. „Diese Strategie ist in sehr effizienten Märkten sinnvoll, in denen Informationen schnell transportiert werden und es schwierig ist, den Markt zu schlagen“, erklärt Pohlmann. Das allgemeine Wertpapierrisiko, das zum Beispiel in Kursschwankungen oder einer Veränderung der Marktzinsen besteht, könne allerdings auch mit ETFs nicht ausgeschlossen werden.

Mit Zuwachsraten von bis zu 20 Prozent sind Deka ETFs 2014 genauso stark gewachsen wie der Markt.

Thomas Pohlmann

Leiter Exchange Traded Funds
Deka Investment

Liquidität immer gewährleistet

Ein spezieller Vorteil, den ETFs bieten, ist die flexible Handelbarkeit über die Börse. Auf diese Weise ist eine hohe Liquidität gewährleistet. Hinzu kommt, dass ETFs während der gesamten Xetra-Handelszeit von 9:00 bis 17:30 Uhr ge- oder verkauft werden können und nicht nur ein Mal am Tag wie klassische Fonds. „Das steigert die Präzision, da der ETF zu jedem Zeitpunkt aktuell bepreist wird und nach einer Kauf- oder Verkaufsentscheidung keine Marktbewegungen mehr auftreten“, sagt der Experte der DekaBank, der in­­zwischen über 14 Jahre Erfahrung im ETF-Bereich verfügt und diese Produkte seit ihrer Entstehung begleitet.

 

Außerdem bieten ETFs den Vorzug niedriger Verwaltungsgebühren mit positiven Auswirkungen auf die Rendite. Und durch den Börsenhandel werden die Transaktionskosten auf den jeweiligen Käufer und Verkäufer verlagert („Spread“ im Börsenhandel), anstatt das Sondervermögen zu belasten. „Zu Buche schlagen lediglich die üblichen Handelsgebühren wie bei einer Aktie“, erläutert Pohlmann und macht auf eine Besonderheit der Deka ETFs aufmerksam: „Wir haben von Anfang an großen Wert auf die volle Indexreplikation gelegt und erwerben alle Wertpapiere, die in einem Index enthalten sind, im Original und in gleicher Proportion. Auf diese Weise ist die Abweichung von der Indexperformance sehr gering und es bestehen keine zusätzlichen Kontrahentenrisiken.“ In nur zwei Ausnahmefällen kämen bei den ETFs der Deka alternative Methoden der In­­dex­abbildung per Swap zum Einsatz: weil dies aus rechtlichen Gründen nicht anders mög­­lich sei oder weil bei einem ETF auf den MSCI Emerging Markets Index viele Märkte für Investoren aus dem Ausland nicht zugänglich seien beziehungsweise keine freie Währungskonvertierung bestehe.

 

Regulierung im Reporting berücksichtigt

ETFs ergänzen seit 2008 die Produktpalette der DekaBank. Abgerundet wird dieses Angebot durch zusätzliche Ser­vices. Dazu gehören zum Beispiel ein ein­fach zu handhabendes und umfangreiches Repor­ting-Tool auf der Website oder Berichte und Analysen von Wirtschaftsprüfern, die auf Anfrage erhältlich sind. „Wir haben uns darauf eingestellt, mit den Reportings die regulatorischen Rahmenbedingungen speziell für institu­tionelle Investoren zu berück­sichtigen“, sagt Pohlmann.

ETFs lassen sich in einem rein passiv ge­­managten Mandat einsetzen oder in einem Spezialfondsmandat, bei dem der institutionelle Investor den Anteil von ak­tiven und passiven Bausteinen individuell bestimmt. Die Experten der DekaBank unterstützen bei der Portfoliozusammenstellung und bieten umfassende Service­leistungen rund um die Administration und das Reporting.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.deka-etf.de

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 1, Januar 2015