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Nachhaltigkeit
Erfolgsfaktor Transparenz

Johannes Behrens-Türk und sein Team haben ein klares Ziel vor Augen: Sie wollen die DekaBank im Nachhaltigkeitsrating weiter nach vorn bringen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor dabei ist Transparenz. Daher greift das Selbstverständnis der Deka-Gruppe nicht nur ökonomische, ökologische und soziale Perspektiven auf, sondern gibt ein Bekenntnis für die nachhaltige Unternehmens­führung ab. „Wir sind als DekaBank ein Teil der Gesellschaft und übernehmen Verantwortung“, betont Behrens-Türk, der die im vergangenen Jahr gegründete Abteilung Nachhaltigkeits­management der DekaBank leitet.

Rückblick ins Jahr 2009: Die Banken stehen im Bann der Finanzkrise, die Märkte sind hochvolatil. In diesem Umfeld stellt die DekaBank ihre Nachhaltigkeitsstrategie vor. Deren Verfasser orientieren sich an den Empfehlungen der Brundtland-Kommission, benannt nach der früheren norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland. Der Kommission zufolge zeichnet sich Nachhaltigkeit dadurch aus, die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation zu sichern und gleichzeitig künftigen Generationen die Wahlmöglichkeiten zur Gestaltung ihres Lebens zu erhalten. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet folglich in der Finanzwirtschaft, einen längeren Zeitraum im Blick zu haben. „Wir bemessen unseren Planungs­horizont in Jahren, nicht in Quartalen“, erklärt Behrens-Türk.

Bewährte Stabilität erhalten

Im vergangenen Jahr ist die DekaBank noch einen Schritt weiter gegangen und hat bewusst ein Nachhaltigkeitsmanagement implementiert. Das Kreditinstitut setzt nunmehr mit der Betonung der nachhaltigen Unternehmensführung konsequent den Weg fort, den die Sparkassen-­Organisation bereits seit zwei Jahrhunderten erfolgreich beschreitet. „Die Finanzmarktarchitektur ist dann nachhaltig, wenn sie auf über Generationen erfolgreiche Geschäftsmodelle setzt“, sagt Behrens-Türk. „Diese Stabilität gilt es zu bewahren.“ Das Bekenntnis zu einer nachhaltig verfassten Finanzmarktarchitektur in Europa beruht auf den Dresdner Thesen des Sparkassentages 2013. Darin heißt es: „Verantwortungsbewusst und nachhaltig handelnde Kreditinstitute machen ihr Geschäftsmodell und die Verwendung eingeworbener Einlagen transparent.“

Die Finanzmarktarchitektur ist dann nachhaltig, wenn sie auf über Generationen erfolgreiche Geschäftsmodelle setzt.

Johannes Behrens-Türk

Leiter Nachhaltigkeitsmanagement
DekaBank

Für die DekaBank bedeutet nachhaltige Unternehmensführung eine Verpflichtung gegenüber ihrer Anspruchsgruppe wie etwa Eigentümern, Mitarbeitern und Kunden. Sie ist also mehr als nur der Vertrieb ökologisch oder ethisch ausgerichteter Bankprodukte.

Glaubwürdige Strategie

Auf der Vertriebs- und Kundenseite zeigt sich zugleich auch die wachsende Bedeutung nachhaltig ausgerichteter Finanzmarktprodukte. Im Jahr 2013 stieg das in nachhaltigen Investmentfonds der Deka Investment verwaltete Vermögen um rund 33 Prozent auf 3 Milliarden Euro (Stand 31. Dezember 2013) – und der Trend zeigt weiter nach oben. „Steigende Nachfrage herrscht insbesondere im institutionellen Geschäft. Viele Investoren fordern definierte Nachhaltigkeitskriterien und eine glaubwürdige Strategie“, berichtet Victor Moftakhar, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deka Investment GmbH. So werden keine Produkte verwaltet, die die Preisentwicklung von Grundnahrungsmitteln abbilden. Zudem investiert kein Fonds der Deka Investment in Hersteller von Streubomben und Anti-Personen-Minen. Viele institutionelle Kunden wie Stiftungen oder Kirchen suchen Wertbeständigkeit und sind oft auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen. Zugleich verfolgen sie mit der Geldanlage aber auch soziale, ökologische und ethische Zielsetzungen. Hier nutzen Kunden in der Regel ein für sie maßgeschneidertes Angebot nachhaltiger Anlagemöglichkeiten.

Belohnung „guter“ Unternehmen

Die wachsende Nachfrage nach Anlageformen mit einer angemessenen Wertentwicklung, die zugleich für einen verantwortungsvollen Umgang mit knappen Ressourcen stehen, spiegelt sich im Portfoliomanagement der Deka wider: Hier ist Nachhaltigkeit schon seit Jahren neben Rendite, Risiko und Liquidität eine zentrale Orientierungsgröße. Außerdem bietet die DekaBank gezielt nachhaltige Investmentfonds an. Die Fonds belohnen zum Beispiel „gute“ Unternehmen. Das bedeutet, dass nach einem sogenannten Best-in-Class-Ansatz die Unternehmen ausgewählt werden, die in ihrer Branche besonders nachhaltig bei Umwelt-, Sozial- und Führungskriterien agieren. Damit werden problematische Branchen oder Tätigkeitsfelder grundsätzlich ausgeschlossen. Ausgeschlossen werden zudem Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit Tabak, Glücks­spiel oder mit Rüstungsgütern erzielen.

Grüne Gebäude im Trend

Das deutliche Bekenntnis der DekaBank zu nachhaltigen Investments zeigt sich auch im Immobilienbereich. Die Offenen Immobilienfonds des Instituts kaufen bei Neuinvestitionen verstärkt Gebäude, die als „Green Building“ zertifiziert sind. Schon jetzt erfüllen 33 Prozent des volumenbezogenen Immobilienbestandes diese strengen Vorgaben, Ende 2015 sollen es schon 40 Prozent sein. „Aufbauend auf unseren bisherigen Aktivitäten und Umsetzungen in Sachen Nachhaltigkeit wollen wir 2014 mit einer an die Vorgaben der Deka-Gruppe angelehnten Nachhaltigkeitsstrategie einen weiteren wichtigen Schritt gehen, um für unsere Investoren und Mieter aufzuzeigen, dass Nachhaltigkeit ein ‚Dauerauftrag‘ für unser Geschäftsfeld ist“, betont Olaf Kretke, Nachhaltigkeitsbeauftragter im Geschäftsfeld Immobilien. Die Anstrengungen wurden von der Ratingagentur Scope honoriert, die 2013 zwei Immobilienfonds der Deka-Gruppe wegen der hohen Quote zertifizierter Gebäude auszeichnete. Ein weiterer Schritt zu mehr Nachhaltigkeit.

 

Weitere Informationen zu den Auszeichnungen erhalten Sie unter www.scope-awards.de

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 2, Juli 2014