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Mehr rausholen mit neuen Ideen
Ertragsbausteine für das Portfolio

Neue Impulse der Produkt­experten der Deka für das Ertrags­port­folio: Mit Flip-Anleihen wird bereits die Warte­zeit auf eine Anleihe attraktiv vergütet, und die globale Renten­strategie bietet dank der großen Flexibilität trotz des schwierigen Umfeldes Aussicht auf Erträge.

Globale Rentenstrategie

 

Ohne Beschränkungen

Trotz Niedrig­zins­umfeld und an­ziehender Volatilität bleiben An­leihen ein un­ver­zicht­barer Bestand­teil in den Ertrags­portfolios institutioneller Investoren. Entscheidend ist nur, die Allokation auf das zunehmend schwierige Umfeld anzupassen. „Wer lang­fristig am Anleihe­markt erfolg­reich sein will, muss künftig noch flexibler und vor allem globaler agieren“, sagt Jan Seifert, Leiter des funda­mentalen Renten­fonds­manage­ments der Deka. Dies gilt gerade jetzt in Zeiten sehr unter­schiedlicher Rendite­aussichten in einzelnen Subsegmenten.


Flexibel heißt zum einen, die aus­sichts­reichsten Papiere ohne Rück­sicht auf Anlage­beschränkungen und un­ab­hängig von einem Vergleichs­index aus­suchen zu können. „Gerade in diesem Punkt müssen Anleger um­denken. Es geht künftig nur noch mit der maxi­malen Flexibilität“, erläutert Seifert. Auch die Möglichkeit, die Duration aktiv zu steuern, gehört aus­drücklich dazu.


Chancen auch außerhalb der Eurozone suchen

Die Flexibilität muss sich zum anderen aber auch in einem sehr breiten Anlage­universum wider­spiegeln. Wer nur bestimmte Regionen oder einzelne Anleihe­segmente betrachtet, läuft Gefahr, interes­sante Chancen aus­zu­schließen. „Es geht darum, alternative Ertrags­quellen zu nutzen, um an allen Markt­phasen parti­zipieren zu können“, sagt der Deka-Experte. So sollten etwa Staats- und Unternehmens­anleihen auch außerhalb der Euro­zone und in Fremd­währung in den Fokus rücken, von Emit­tenten aus den USA, Asien, Ost­europa oder Lateinamerika.


Als Antwort auf das anhaltende Niedrig­zins­umfeld hat die Deka bereits seit einigen Jahren mehrere Renten­fonds mit einem attraktiven Rendite-Risiko-Profil im Angebot. So beispiel­sweise den Deka-RentenStrategie Global, der bench­mark­frei weltweit sowohl in Industrieals auch Schwellen­länder­anleihen investieren kann und gleichzeitig Chancen auf den Währungs- und Derivate­märkten nutzt. Dazu berück­sichtigt das Fonds­manage­ment neben Staats- und Unter­nehmens­anleihen auch High Yields sowie Pfandbriefe, Nachrang- und Wandelanleihen.


Die Investitionen erfolgen in Anleihen unter­schiedlicher Bonitäts­stufen. Mindestens 50[nbp]% der Anlagen lauten auf Euro oder sind gegen­über dem Euro gesichert. Zusätzlich zum aktiven Währungs­management erfolgt eine aktive Steuerung der Anleihe­lauf­zeiten in den verschiedenen Segmenten.

 

Opportunitäten ausnutzen

Ein weiterer Fonds, der Aussicht auf Ertrag bietet, ist der Deka-Globale Renten High Income, der währungs­gesichert welt­weit auf zusätzliche Rendite­chancen auf den Unternehmens­anleihen­märkten aller Bonitäts­klassen sowie auf Anleihen aus Schwellen­ländern setzt. „Beide Fonds haben neben dem globalen auch den taktischen Ansatz gemeinsam, damit sie im Sinne der Anleger aus Sicht des Fonds­manage­ments optimal mögliche Opportunitäten an den Renten­märkten ausnutzen können“, beschreibt Seifert. Den Deka-Experten steht darüber hinaus eine Viel­zahl an Instrumenten zur Verfügung, um Zins- wie Spread-Risiken effektiv zu steuern. Anleger sollten aber auch immer die Risiken von Invest­ment­fonds beachten: Es sind Kurs­schwan­kungen und -ausfälle infolge von Veränderungen des Markt­zins­niveaus oder unvorher­sehbaren politischen und wirtschaft­lichen Ent­wicklungen möglich.


„Renten und Spread-Produkte sehen wir als attraktiv, zumal der grund­sätzlich defensive Charakter im Multi-Asset-Kontext weiterhin trägt“, sagt Seifert. Mit dem beschriebenen flexiblen und globalen Ansatz ist jedoch gewährleistet, dass aktive Manager gerade angesichts der an­ziehen­den Volatilität die Chancen inner­halb des gesamten Anleihe­universums wahr­nehmen und so im Sinne der Investoren Erträge erzielen können.

 

 
 

Flip-Anleihen

 

Vergütete Wartezeit

Ein Investment in einer Aktien­anleihe kann als eine Art Vor­bereitung für den Kauf einer Aktie betrachtet werden. Der Anleger verpflichtet sich, zu einem bestimmten Zeit­punkt in der Zukunft eine Aktie zu einem heute fest­gelegten Kurs (Basispreis) zu erwerben. Das Interessante daran: Die Warte­zeit bekommt der Investor mit einer Prämie vergütet, in diesem Fall mit einer über der markt­üblichen Rendite liegenden Verzinsung.

„Diesen Gedanken haben wir jetzt auf die Anleihe­welt übertragen und eine so­genannte Flip-Anleihe kreiert“, sagt Marco Peters aus dem Bereich Institutionelle Kunden der Deka. „Damit haben speziell Sparkassen eine Alter­native, die heute über Liquidität verfügen, zugleich aber wissen, dass sie in einem Jahr eine LCR-fähige Anleihe erwerben wollen.“

Das funktioniert so: Statt Geld zu Negativ­zinsen am Termin­markt anzulegen, ver­pflichtet sich eine Sparkasse eine bestimmte Anleihe in einem Jahr zu einem heute fest­gelegten, gegeben­en­falls niedrigeren Basis­preis und einer ent­sprechend höheren Rendite als heute zu kaufen. Für diese Warte­zeit gibt es, analog zur Aktien­anleihe, eine Vergütung. Und die ist durchaus attraktiv: Sie kann bei bis zu 1 % oder darüber liegen, wobei diese Kupon­zahlung der Sparkasse unabhängig von der Ent­wicklung des Basis­preises zufließt.


Fokus auf bonitätsstarke Emittenten

Am Ende der Lauf­zeit der Flip-Anleihe gibt es nun ver­schiedene Szenarien: Liegt der Kurs der LCR-Ware über dem Basis­preis, dann erfolgt die Rück­zahlung der Anleihe zum Nominal­betrag. Der Investor hat aber dann an einer höheren Ver­zinsung partizipiert. Liegt der Kurs unter dem Basis­preis, dann wird sie zum Basis­preis geliefert. Die Sparkasse bekommt dann die gewünschte LCR-Ware in ihr Portfolio.

Bedenken müssen Investoren dabei, dass es bei Flip-Anleihen in der Regel zwei Emittenten und die damit ver­bundenen üblichen Emittenten­risiken gibt: Die Deka gibt die Flip-Anleihe aus, die sich auf Emissionen anderer Schuldner bezieht. „Wir achten aber natürlich darauf, nur sehr bonitäts­starke Emittenten wie die KfW oder die Bundes­länder zu nehmen“, erklärt Peters. „Außer­dem konzen­trieren wir uns aus­schließ­lich auf hoch liquide Titel.“

Anleger sollte auch die Risiken beachten: Während der Lauf­zeit können die Kurse schwanken. Liegt der Anleihe­kurs unter dem Basis­wert, entstehen dem Anleger Verluste. Auch ein Total­verlust des ein­gesetzten Kapitals ist möglich.

 

Zinsänderungsrisiko beachten

Von sehr viel größerer Be­deutung für den Investor ist deshalb das Zins­änderungs­risiko. Denn steigt die Rendite der Anleihe stark an, dann erwirbt der Investor diese zu einem viel tieferen Kurs als dem heutigen Basis­preis. Bei Lieferung weist die LCR-Ware also einen Kurs­verlust auf. Fällt die Rendite dagegen deutlich und steigt der Kurs ent­sprechend, dann wäre es besser gewesen, die Anleihe schon heute direkt zu erwerben.


„Entscheidend ist also“ so Peters, „welche Erwartungen der Investor für die künftige Rendite­entwick­lung hat.“ Ähnliches gilt für die Volatilität. Denn steigt diese an, dann wird die in der Flip-Anleihe enthaltene Option teurer. „Idealer­weise“, folgert der Experte, „investieren Sparkassen dann in einer Flip-Anleihe, wenn sie davon ausgehen, dass es zu einer wenig volatilen Seitwärts­bewegung über die Laufzeit hinweg kommt.“ Denn genau so lassen sich dann bei der Erwerbs­vorbereitung von LCR-Ware Zusatzerträge generieren.

 

Markt & Impuls - Für Sparkassen - Ausgabe 2, Mai 2018