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Kapitalanlage für Stiftungen
Gezielt mehr Risiko eingehen

Nur wenn Stiftungen ausreichend Erträge erwirtschaften, können sie ihr Kapital optimal und ihrem Stiftungszweck entsprechend einsetzen. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld müssen sie dafür gezielt mehr Risiko eingehen.

Die Stiftungslandschaft in Deutschland ist umfangreich und vielfältig. Der Erhebung „Zahlen, Daten, Fakten zum deutschen Stiftungswesen“ (2014) des Bundesverbands Deutscher Stiftungen e. V. zufolge gibt es über 20.000 Stiftungen bürgerlichen Rechts, die neben traditionellen Stiftungszwecken auch Ziele wie Völkerverständigung, Tierschutz, Sport oder bürgerschaftliches Engagement verfolgen. Dabei ist die finanzielle Ausstattung höchst unterschiedlich. So verfügen lediglich 0,8 Prozent der bundesdeutschen Stiftungen über ein Kapital von über 100 Millionen Euro, während mit 72,4 Prozent der Großteil der Stiftungen bei einem Kapital von unter einer Million liegt. Doch bei aller Vielfalt haben die Stiftungen aktuell eines gemeinsam: Angesichts dauerhaft niedriger Zinsen sind sie gleichzeitig auf der Suche nach ordentlichen Erträgen und einer auskömmlichen Wertentwicklung.

Der Deka-Institutionell Stiftungen berück­sichtigt insbesondere die Anforderungen von Stiftungen, Kirchen und Non-Profit-Organisationen.

Weert Diekmann

Kompetenzteam Gemeinnützige Institutionen
Deka Institutionell

Rahmenbedingungen berücksichtigen

Obwohl auch kleine und mittlere Stiftungen mit Blick auf die strategische Kapitalanlage immer professioneller arbeiten, sind die gestiegenen Anforderungen an eine adäquate Vermögensbewirtschaftung im aktuellen Marktumfeld laut Berenike Wiener, Referatsleiterin, Stiftungsmanagement und Corporate Sector des Bun­desverbands Deutscher Stiftungen e. V. in Berlin, nicht ausreichend umgesetzt: „In den vergangenen zwanzig Jahren sind die Erträge öffentlicher Anleihen stetig ge­sunken, Aktienkurse hingegen stetig gestiegen. Diese Entwicklung wurde zum Teil verkannt.“ Dabei könnten Experten zufolge kleine Schritte einen großen Beitrag leisten, etwa die Erstellung von Anlagerichtlinien oder die Diversifikation des Portfolios. Hinzu komme, dass Anlageentscheidungen nicht nur auf Basis historischer Zahlen getroffen werden sollten, sondern einer intensiven Auseinandersetzung mit den aktuellen Rahmenbedingungen bedürften.

Um den notwendigen Ertrag zu erwirtschaften, müssen Stiftungen bei der Kapitalanlage nach Meinung von Experten heute mehr Risiko eingehen. Dies kann zum Beispiel durch eine Ausweitung des Anlageuniversums oder mit einer höheren Aktienquote gelingen. „Darauf zielt der Deka-Institutionell Stiftungen (ISIN DE000DK2J6B1) ab, der in diesen Tagen an den Start ging“, sagt Weert Diekmann aus dem Vertrieb Institutionelle Kunden Inland der Deka. „Er berücksichtigt insbesondere die Anforderungen von Stiftungen, Kirchen und Non-Profit-Organisationen und verfolgt einen Ansatz, der bisherige Lösungen sehr gut ergänzt.“ Um den Wandel dieser Anforderungen adä­quat zu berücksichtigen, kann sich der Deka-Institutionell Stiftungen auf die Expertise eines Fondsbeirats stützen. Dieses Gremium besteht aus fünf Mitgliedern aus dem Stiftungsumfeld und diskutiert zwei Mal im Jahr strategische Fragestel­lungen und zentrale Themen, welche die Stiftungsanleger beschäftigen.

Höhere Aktienquote eröffnet Chancen

Im Zentrum des Deka-Institutionell Stiftungen steht der Diversifikationsgedanke: Der neue Publikumsfonds investiert in internationale Aktien und Staatsanleihen und umfasst dabei auch Anlagen in Schwellenländern. Darüber hinaus können Unternehmensanleihen zum Einsatz kommen. Außerdem eröffnet die offensivere Ausrichtung mit einem Aktienanteil von bis zu 40 Prozent zusätzliche Ertragschancen. Damit verbunden sind die allgemeinen Risiken einer Anlage in Aktien, zum Beispiel Marktschwankungen.

Dabei folgt der Fonds einem quantitativfundamentalen Investmentansatz, bei dem der Fondsmanager sich regelmäßig ein aktuelles Bild von den Assetklassen macht: „Wir berücksichtigen bei den An­lageentscheidungen sowohl die Ertragserwartung der verschiedenen Anlageklassen als auch das verbundene Risiko“, erklärt Dr. Harald Lohre, Portfoliomanager und verantwortlich für das Research im quantitativen Fondsmanagement.

Die Hinzunahme neuer Risiken stellt erhöhte Anforderungen an das Risikomanagement: „Das aktuelle volatile Marktumfeld ist ge­kennzeichnet durch schnell wechselnde Trends in den Anlageklassen, sodass einer dynamischen Asset Allocation eine herausgehobene Bedeutung zu­kommt.“ In der Portfoliokonstruktion kombiniert das Fondsmanagement daher ein unter Risikogesichtspunkten ausbalanciertes Portfolio mit einer aktiven Positionierung.

Den Markt kostengünstig abbilden

Zur Umsetzung der Allokation wird größtenteils auf breite Marktindizes zu­rückge­griffen, die mittels liquider Instrumente abgebildet werden. So gelingt es, den Deka-Institutionell Stiftungen kosten­günstig anzubieten. Die laufenden Kosten des Fonds liegen bei 0,90 Prozent p.a. „Es sollen möglichst auch Nachhaltigkeitsaspekte Be­rück­sichtigung finden“, so Dr. Lohre. In diesem Sinne verzichtet der Fonds bewusst auch auf jegliche Investments in Rohstoffe. „Der Deka-Institutionell Stiftungen verknüpft eine breite Diversifikation mit einer dynamischen Allokation und legt so den Grundstein für einen langfristigen Anlageerfolg.“

Wir berücksichtigen bei den Anlageent­scheidungen sowohl die Ertragserwartung der verschiedenen Anlageklassen als auch das verbundene Risiko.

Harald Lohre

Portfoliomanager und Leiter Research
Quantitatives Fondsmanagement
Deka Investment

Fazit

Eines ist allen Stiftungen gemeinsam: Bei niedrigen Zinsen befinden sie sich auf der Suche nach ordentlichen Erträgen und einer auskömmlichen Wertentwicklung. Es gilt, sich bei Anlageentscheidungen intensiv mit den aktuellen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen und mehr Risiko einzugehen. Vor diesem Hintergrund setzt Deka-Institutionell Stiftungen auf ein breites Anlageuniversum und eine höhere Aktienquote. Breite Marktindizes werden mit liquiden Anlageinstrumenten abgebildet und es finden keine Investitionen in Rohstoffe statt. Der Fondsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern aus dem Stiftungsumfeld.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 1, Januar 2015