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Interaktives Reporting
„Das Angebot erleichtert die Arbeit schon enorm“

Ortstermin in Zwickau: Der Sprecher der örtlichen Sparkasse Ralf Kulik sowie Astrid Leonhardt und Andre Wutzler aus der Abteilung Treasury im Gespräch mit ihren Kundenbetreuern Nicky Dalichow und Michael Hahne von der Deka. Es geht um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und erste Erfahrungen mit dem interaktiven Reporting – dem neuen Serviceim Rahmen des Master-KVG-Dienstleistungsangebotes.

 

Deka Investment zählt weit mehr als 50 Sparkassen zu ihren Master-KVG-Kunden. Herr Kulik, wie ist Ihr Haus aufgestellt?

Ralf Kulik: Zwickau ist die Wiege der sächsischen Automobilindustrie. Hier werden seit 1904 ohne Unterbrechung Automobile produziert. Anfang des 20. Jahrhunderts zunächst Horch und Audi und zu DDR-Zeiten wurde hier der „Trabbi“ gefertigt. Heute bestimmt die im Umfeld des VW-Werks
Zwickau angesiedelte Zulieferindustrie weiterhin maßgeblich die Wirtschaftsstruktur und damit wichtige Bereiche unseres Geschäfts im Segment der Firmenkunden. Aber natürlich ist auch das Privatkundengeschäft eine tragende Säule unseres Erfolgs.

 

Andre Wutzler: In diesem Zusammenspiel gilt allerdings für uns, was für eigentlich jede Sparkasse in Ostdeutschland gilt: Wir haben einen deutlichen Einlagenüberschuss im Vergleich zum Kreditvolumen. Das heißt konkret, dass die von uns im Bereich Treasury zu verwaltenden Bestände im Vergleich zur Bilanzsumme sehr hoch sind. Das führt naturgemäß gerade im aktuellen Umfeld zu nicht unerheblichen anlagetechnischen Herausforderungen.

Das juristische Dach der Master-KVG hat vieles erheblich vereinfacht, zum einen auf der bewertungsrechtlichen und bilanziellen, letztlich aber auch auf der Asset-Management-Ebene.

Andre Wutzler

Abteilung Treasury
Sparkasse Zwickau

Für die Sie in wachsendem Maß auf die Experten der Deka vertrauen. Wie hat sich die enge Zusammenarbeit entwickelt?

Kulik: Indirekt hatten wir im Depot A-Management schon seit 1990 mit der Deka zu tun. 1999 haben wir dann dort die ersten Spezialfonds aufgelegt und in den Folgejahren zügig weitere Strukturen entwickelt wie etwa Segmentfonds für einzelne Anlageklassen. Diese haben wir 2008 zusammengeschlossen in einer Master-KVG, die damals noch Master-KAG hieß und für uns ein nochmals neues Konstrukt war. Dieses juristische Dach hat vieles erheblich vereinfacht, zum einen auf der bewertungsrechtlichen und bilanziellen, letztlich aber auch auf der Asset-Management-Ebene.

 

Michael Hahne: Besonders attraktiv wurde das juristische Dach der Master-KVG für viele unserer Kunden seinerzeit durch regulatorische Änderungen, die es erlaubt haben, auch Fonds externer Manager und anderer KVGen in die Master-KVG einzubringen, und die so für eine Integration und Vereinheitlichung aller relevanten Parameter sorgen konnten. Auch das Reporting und Meldewesen vereinfacht die Struktur naturgemäß kolossal.

 

 

Für uns als KVG ist es häufig einfacher als für die einzelne Sparkasse, Lösungen für veränderte regulatorische Anforderungen zu entwickeln und diese dann gleich für viele Sparkassen auszurollen.

Michael Hahne

Vertrieb Institutionelle Kunden Sparkassen
DekaBank

 

Herr Dalichow, die Plattform der Master-KVG zählt nicht umsonst zu Ihren zentralen Angeboten für Sparkassen und andere institutionelle Investoren. Welche Leistungen bieten Sie in diesem Bereich im Einzelnen?

Nicky Dalichow: Die Dienstleistungen rund um die Master-KVG, die wir seit mehr als zehn Jahren bieten, umfassen alles von der Fondsauflage und -administration über die Anbindung externer Asset Manager und Verwahrstellen bis zu Performance- und Risikomessung und dem angesprochenen Reporting und Meldewesen. Die Master-KVG bietet Kunden ein Vehikel, mit dem sich komfortabel verschiedene Konzepte in einer Bewertungseinheit bündeln lassen.

 

Gut die Hälfte des von Ihnen in diesem Bereich verwalteten Volumens stammt von Sparkassen. Sehen Sie sich als der Sparkassen-Spezialist?

Dalichow: Ganz klar. Der hohe Anteil an Sparkassen ist ein Alleinstellungsmerkmal unter den Master-KVGen. Das ist sicherlich auch der Eigentümerstruktur geschuldet. Wir arbeiten sehr eng im Verbund zusammen und wissen, was für Sparkassen wichtig ist.

 

Hahne: Nicht umsonst bezeichnen wir uns ja als das Wertpapierhaus der Sparkassen. Allerdings ist es natürlich nicht damit getan, sich als pures Wertpapierhaus zu positionieren. Das gesamte Dienstleistungsangebot muss auf die Sparkassen passen, um tatsächlich mit ihnen ins Geschäft zu kommen. Und genau hier liegt unser Fokus.

 

Erleben Sie das genauso, Frau Leonhardt?

Astrid Leonhardt: Natürlich haben wir uns beim Auswahlprozess auch zwei, drei andere KVGen angesehen. Das Entscheidende ist ja nach dem formellen Akt der Auflage, dass unter dem KVG-Dach alle Räder ineinandergreifen. Insbesondere mit Blick auf Fremdfonds gilt es dabei, die Schnittstellen­problematik zu lösen: Wie können wir über die Daten verfügen, wie funktioniert das Reporting? Durch unsere kleineren Fonds hatten wir bereits einen sehr guten Kontakt zur Deka und wussten daher, dass sie hier eine für uns praktikable Lösung anbietet.

 

Es ist schon angeklungen, dass das Reporting zu den wesentlichen Dienstleistungen zählt, die im Rahmen der Master-KVG zu erbringen sind. Was zeichnet Deka Investment hier aus?

Dalichow: Bei der tagesaktuellen Bereitstellung aller relevanten Daten von Inventarund Umsatzlisten über Performanceanalysen bis zu Risikoszenarien über unsere E-Reporting-Plattform profi tieren wir nicht zuletzt davon, dass wir ein sehr großes Data Warehouse bespeisen. Zigtausende Daten werden hier täglich ausgewertet. Unseren Kunden bietet der Zugriff auf diese Daten und entsprechende gelieferte oder hauseigene Analysen ein wesentliches Werkzeug für ihre tägliche Arbeit.

 

Hahne: Ein weiterer entscheidender Punkt ist das voranschreitende Aufsichtsrecht. Die regulatorischen Anforderungen haben in den letzten Jahren überproportional zugenommen; aus dem Reporting müssen sich daher verlässlich alle geforderten Meldungen generieren lassen. Hier ist es natürlich unsere Aufgabe als KVG, diese Administrationsleistungen zu erbringen. Dabei ist es für uns als KVG häufig einfacher als für die einzelne Sparkasse, Lösungen für veränderte regulatorische Anforderungen zu entwickeln und diese dann gleich für viele Sparkassen auszurollen.

 

Der Dialog über das interaktive Reporting ist ausdrücklich gewünscht; das Ganze soll leben und sich auch entsprechend dem Kundenfeedback laufend weiterentwickeln.

Nicky Dalichow

Kundenbetreuer Master-KVG
Deka Investment

Was sind aus Sicht einer Sparkasse weitere entscheidende Qualitätsanforderungen an das Reporting?

Wutzler: Herr Hahne hat die Verlässlichkeit der Daten und die regulatorischen Anforderungen an das Meldewesen bereits angesprochen. Darüber hinaus muss das Reporting klarerweise alle Informationen liefern, die wir für unsere Arbeit im Treasury benötigen. Aber auch diejenigen, die für andere Abteilungen, etwa Controlling und Risikomanagement, Arbeitsgrundlage sind. Wichtig ist zudem, dass das Reporting-Angebot auch ermöglicht, spezifische Fragestellungen einfach und schnell zu beantworten. Das bedeutet gerade für uns im Treasury einen erheblichen Kompetenzgewinn

 

Sie sprechen Individualreportings an.

Leonhardt: Genau, wir beziehen eine Reihe von Individualreportings, bei denen wir Daten und Parameter zum Teil auch nach den Wünschen und Bedürfnissen unseres Vorstandes und anderer Abteilungen zusammengestellt haben. Hier erhalten wir Antworten auf sehr spezielle Fragestellungen. Dabei zieht sich die jeweilige Abteilung die Daten selbst und kann diese dann mit umfangreichen Analysetools bearbeiten.

 

Individualität und Flexibilität sind der neue Standard: Mit dem interaktiven Reporting bietet die Deka ihren Master-KVG-Kunden Zugriff auf eine Vielzahl zusätzlicher, individualisierter Kennzahlen und eine hochwertige visuelle Aufbereitung.

 

 

Was sind aus Sicht einer Sparkasse weitere entscheidende Qualitätsanforderungen an das Reporting?

Wutzler: Herr Hahne hat die Verlässlichkeit der Daten und die regulatorischen Anforderungen an das Meldewesen bereits angesprochen. Darüber hinaus muss das Reporting klarerweise alle Informationen liefern, die wir für unsere Arbeit im Treasury benötigen. Aber auch diejenigen, die für andere Abteilungen, etwa Controlling und Risikomanagement, Arbeitsgrundlage sind. Wichtig ist zudem, dass das Reporting-Angebot auch ermöglicht, spezifische Fragestellungen einfach
und schnell zu beantworten. Das bedeutet gerade für uns im Treasury einen erheblichen Kompetenzgewinn.

 

Sie sprechen Individualreportings an.

Leonhardt: Genau, wir beziehen eine Reihe von Individualreportings, bei denen wir Daten und Parameter zum Teil auch nach den Wünschen und Bedürfnissen unseres Vorstandes und anderer Abteilungen zusammengestellt haben. Hier erhalten wir Antworten auf sehr spezielle Fragestellungen. Dabei zieht sich die jeweilige Abteilung die Daten selbst und kann diese dann mit umfangreichen Analysetools bearbeiten.

 

 

Jetzt hat die Deka das ohnehin schon leistungsstarke Reporting-Angebot um eine zusätzliche Komponente erweitert: das interaktive Reporting (siehe auch Kasten Seite 33). Was steckt dahinter, Herr Dalichow?

Dalichow: Wir wollten unsere Kunden in die Lage versetzen, Informationen noch viel schneller auszuwerten, teilweise tatsächlich auf Knopfdruck. Gleichzeitig wollten wir das Ganze erlebbarer machen. Dafür gibt es zahlreiche neue Formen der Visualisierung, die vieles deutlich anschaulicher machen, als es bislang schon war.

 

Frau Leonhardt, Sie hatten die Gelegenheit, das interaktive Reporting in einer Pilotphase zu testen. Welchen Eindruck haben Sie gewonnen?

Leonhardt: Nach kurzer Testphase hat sich gezeigt, dass es das bereits Vorhandene wunderbar ergänzt. Man kann sich über viele Inhalte wesentlich leichter informieren, die bisher mit Sicherheit auch schon existierten, sich aber nur mit einem höheren Arbeitsaufwand herausfi ltern ließen. Je nach den individuellen Bedürfnissen kann man jetzt sehr leicht in die Tiefe gehen und sich auch die Daten aufbereiten lassen, die bislang ein wenig versteckt hinter den in den Standard-Reports stehenden Zahlen lagen. Aber auch Daten,die bislang gar nicht zugänglich waren, sind dabei – ohne dass das Ganze überfrachtet wäre. Dabei ist alles wirklich sehr leicht zu bedienen und insofern wirklich gelungen. Das Angebot erleichtert die Arbeit schon enorm.

 

 

Alles ist sehr leicht zu bedienen und insofern wirklich gelungen.

Astrid Leonhardt

Abteilung Treasury, Sparkasse Zwickau

 

Dalichow: Hinzu kommen einige weitere Neuerungen. So erlaubt das interaktive Reporting dem Kunden, sich eigene, individuelle Benchmarks für die gesamte Master-KVG oder für einzelne Teilfonds zu konstruieren. Außerdem gibt es erstmals eine vollständige Zielfondsdurchschau für Deka-eigene Fonds. Und schließlich lässt sich die durch die weitestgehend regulatorischen Vorgaben bestimmte Stresssimulation mit eigenen Parametern anpassen. Gegen Ende des Jahres werden wir außerdem eine Umsatzfunktion integrieren, mittels derer sich gezielt nach Umsätzen in einzelnen Wertpapieren in bestimmten Zeiträumen suchen lässt.

 

Wutzler: Insbesondere der Button „Risikoanalyse“ der Anwendung ist hier im Haus sofort auf großes Interesse gestoßen. Hier lassen sich jetzt leicht Risikomaße für den Gesamt- wie auch für Teilfonds ablesen, beispielsweise der Value-at-Risk. Das ist eine Darstellung, die wir so noch nicht gewohnt waren und die uns erlaubt, die Werte einmal mit unseren eigenen Maßen zu vergleichen, wie wir sie im Controlling rechnen. Das sorgt für noch mehr Sicherheit beim Risikomanagement, dessen Bedeutung natürlich gerade im aktuellen Umfeld nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

 

 

Was können Sparkassen und andere institutionelle Kunden in den kommenden Monaten erwarten?

Dalichow: Nach der erfolgreich verlaufenen Pilotphase sind wir nun dabei, das Angebot allen Kunden bereitzustellen. 3.500 institutionelle Kunden werden es nutzen können, zudem etwa 500 User bei uns im Haus. Denn natürlich ist es beispielsweise für uns in der Kundenbetreuung wichtig, dass wir das Gleiche vor Augen haben, was auch der Kunde sieht. Dabei ist der Dialog über das interaktive Reporting ausdrücklich gewünscht; das Ganze soll leben und sich auch entsprechend dem Kundenfeedback laufend weiterentwickeln.

Ralf Kulik

 

ist Verhinderungsvertreter des Vorstandes der Sparkasse Zwickau. Er leitet zudem die Abteilung Treasury, den Vorstandsstab und den Personalbereich. Zuvor studierte der gelernte Bankkaufmann Betriebs­wirtschaft an der AKADHochschule für Erwachsenenbildung in Lahr/Schwarzwald.

 

Astrid Leonhardt

 

bezeichnet sich als Sparkassengewächs. Nach ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse Zwickau ist sie in die Abteilung Treasury gewechselt, wo sie insbesondere für Management des Rentenportfolios zuständig ist.

 

Andre Wutzler

 

ist seit 17 Jahren bei der Sparkasse Zwickau beschäftigt. Seit Abschluss seiner Ausbildung ist er in der Abteilung Treasury tätig und dort maßgeblich verantwortlich für Aktien- und Geldhandel.

 

Nicky Dalichow

 

ist seit sechs Jahren im Bereich Kundenbetreuung Master-KVG bei Deka Investment tätig, seit Oktober 2015 als Sachgebietsleiter für die Kundengruppe der Sparkassen. Zuvor hat der gelernte Bankkaufmann und geprüfte Bankbetriebswirt institutionelle Kunden bei Metzler Investment und externe Vermögens­verwalter bei Hauck & Aufhäuser betreut.

 

Michael Hahne


ist Kundenbetreuer für institutionelle Kunden im Depot A-Geschäft bei der DekaBank und ist dort seit drei Jahren unter anderem für die Sparkasse Zwickau zuständig. In der Betreuung des Wertpapiergeschäfts ist der gelernte Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt (BA) bereits seit 1997 tätig.

 

Interaktiv. Individuell. Intuitiv. Franck Böhme, Leiter Client Services, über das neue Reporting-Angebot von Deka Investment

 

Transparenz, Aktualität und Flexibilität: Für Investoren ist es nach den negativen Erfahrungen aus der Finanzkrise und in einem anhaltend schwierigen und unsicheren Kapitalmarktumfeld wichtiger denn je, jederzeit einen umfassenden und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechenden Überblick über alle Bestandteile ihrer Portfolios zu behalten – insbesondere mit Blick auf mögliche Risiken.

 

 

Transparenz, Aktualität und Flexibilität sind für Investoren in einem anhaltend schwierigen Kapitalmarktumfeld wichtiger denn je. Das interaktive Reporting liefert wichtige Informationen auf Knopfdruck.

Franck Böhme

Leiter Client Services

Deka Investment

 

 

Franck Böhme

 

leitet das Team Client-Services bei der Deka Investment. Der Diplom-Mathematiker und Aktuar (DAV) ist insbesondere auf Fondsreporting-Systeme spezialisiert und seit über zehn Jahren bei der Deka tätig. Davor arbeitete er als IT-Consultant und Business-Analyst

 

 
 

Interaktives Reporting ergänzt Standardberichtswesen

Um es seinen Kunden noch einfacher zu machen, immer am Puls ihrer Portfolios zu bleiben, führt Deka Investment aktuell das interaktive Reporting ein. Als Ergänzung und Zusatzdienstleistung zu den Ad-hoc-Berichten und dem Individualreporting ist es künftig ein weiterer wichtiger und gleichzeitig komfortabler Baustein für ein erfolgreiches Asset- und Risikomanagement.

 

Informationsgehalt und moderne Usability verbinden

Höchstmögliche Transparenz, etwadurch die Zielfondsdurchschau, intuitive und unkomplizierte Bedien­barkeit, schnelle Antwortzeiten sowie eine ansprechende und dynamische Visualisierung waren die wesentlichen Ziele, an denen wir uns bei der Entwicklung orientiert haben.

 

Das Ergebnis ist bei den Pilotkunden auf äußerst positive Resonanz gestoßen. Ich kann allen Kunden daher nur empfehlen: Schauen Sie sich das interaktive Reporting an.

Markt & Impuls - Für Sparkassen - Ausgabe 2, August 2016