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Corporate-Laufzeitfonds
Impliziter Risikopuffer gegen Kursverluste

Von den Notenbanken können institutionelle Investoren weiterhin wenig Unterstützung in ihrem Anlagenotstand erwarten. Die Leitzinsen in der Eurozone bleiben auf absehbare Zeit auf einem historisch niedrigen Stand. Hochzinsanleihen in einem Laufzeitfonds bieten vielversprechende Renditen und einen impliziten Risikopuffer.

Das Umfeld historisch niedriger Zinsen stellt weiterhin eine große Belastung für institutionelle Anleger dar. Die Entwicklung an den Rentenmärkten ist aktuell insbesondere durch die Diskussion über den weiteren geldpolitischen Kurs in den wichtigsten Währungsräumen der Welt geprägt. Während die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst an ihrer Niedrigzinspolitik festhalten dürfte, gibt es Anzeichen dafür, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Jahr 2015 die Zinsen anheben wird.

Zusätzliche Maßnahmen der EZB wahrscheinlich

Die Inflationsrate in der Eurozone lag in den Sommermonaten bei knapp über null Prozent. Mittel- bis langfristig verschlechtern sich die Inflationserwartungen sogar noch. Vor diesem Hintergrund wird ein zusätzliches Wertpapierkaufprogramm („Quantitative Easing“) von Staatsanleihen zunehmend wahrscheinlich. Im Kampf gegen die zunehmende Konjunkturschwäche und damit verbundene Deflationsgefahren in der Eurozone wurden bereits der Hauptrefinanzierungssatz um weitere 0,10 Prozent auf ein Rekordtief von 0,05 Prozent und der Einlagensatz weiter ins Negative auf minus 0,20 Prozent gesenkt.

Damit vertreten die EZB und die Fed in der Diskussion um weitere Maßnahmen unterschiedliche Positionen. In den USA nimmt die Intensität der geldpolitischen Unterstützung der Wirtschaft langsam ab.

In diesem Umfeld sind die Renditen für Bundesanleihen weiter gefallen und haben im Sommer neue Tiefstände erreicht. Dazu haben auch die geopolitischen Spannungen in der Ukraine sowie die damit verbundene Verschärfung der Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union gegenüber Russland beigetragen.

Unternehmen vermelden Gewinne

Geringere Auswirkungen hatten die geopolitischen Konflikte dagegen auf Unternehmensanleihen. In der angelaufenen Quartalsberichterstattung konnten viele Unternehmen mit Gewinnen aufwarten, die über den Erwartungen der Analysten lagen. Dieser Faktor verleiht Unternehmensanleihen zusätzlichen Rückenwind.

Auf mittlere Sicht bleiben die Erwartungen für Unternehmensanleihen und Hochzinsmärkte weiterhin positiv. Die globale Konjunktur zeigt sich robust und die geldpolitischen Maßnahmen schaffen ein positives Umfeld, auch wenn die Fed ihr Kaufprogramm für Anleihen zurückfährt. Die Konsequenz: Höher verzinste Anlageklassen wie Anleihen von Unternehmen mit geringerer Schuldnerqualität (High Yields) bieten weiterhin attraktive Chancen. In diesen Anlageklassen finden institutionelle Investoren die Renditen, die sie am Markt zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen erzielen müssen. Außerdem zeichnen sich Hochzinsanleihen durch ein attraktives Chance-Risiko-Profil aus.

Abrolleffekte im High-Yield-Bereich

Abrolleffekte im High-Yield-Bereich
Quelle: Deka Investment; Stand Oktober 2014

 

Planbarkeit in der Kapitalanlage

Über die Konstruktion in einem Laufzeitfonds lassen sich die Vorteile der Fondsanlage und eines Direktinvestments sinnvoll kombinieren. Bei einer Einmalanlage ist der Abrolleffekt besonders bedeutsam. Dieser bietet eine Zusatzabsicherung, damit bei plötzlichen Kursschwankungen nicht sofort ein Abschreibungsbedarf entsteht. Der so entstehende implizite Risikopuffer gegen Kursverluste wird umso größer, je steiler die Zinskurve ist. Bei einer Laufzeit von etwa fünf Jahren beispielsweise wird durch den Abrolleffekt in einem High-Yield-Fonds ein Risikopuffer von über 160 Basispunkten geschaffen. Deshalb sind Laufzeitfonds in diesen Anlagesegmenten besonders attraktiv. Ein weiterer Vorteil für die Eigenanlage ist die Planbarkeit.

Die DekaBank bietet in diesem Segment unter anderem die beiden Laufzeitfonds Deka-RentSpezial HighYield 2 / 2018 und Deka-RentSpezial HighYield 6 / 2019. Das Anlageziel dieser Fonds ist es, eine für den Zeitraum vom Tag der Auflegung bis zum Laufzeitende im Februar 2018 beziehungsweise Juni 2019 attraktive Rendite in Euro zu erwirtschaften. Zu diesem Zweck sollen überwiegend die Renditechancen von Unternehmensanleihen mit geringerer Schuldnerqualität genutzt werden, in die das Fonds­management überwiegend investiert. Dabei kommen nur Wertpapiere infrage, die entweder selbst oder deren Aussteller beim Erwerb der Papiere mindestens ein Rating von B– der Ratingagentur Standard & Poor‘s oder eine äquivalente Bewertung einer anderen Ratingagentur aufweisen können.

Darüber hinaus wird die freie Liquidität in deutsche Staatsanleihen und deutsche Pfandbriefe angelegt. Es werden nur auf Euro lautende oder gegen Euro gesicherte Vermögensgegenstände erworben. Außerdem können Geschäfte in Derivaten, also in von einem Basiswert abgeleiteten Finanzinstrumenten getätigt werden. Der Schwerpunkt liegt in Europa, vereinzelt werden Schwellenländer-Anleihen beigemischt.

Die hohe Granularität bietet einen Risikopuffer, durch den auch bei Ausfällen einzelner Emittenten eine Rendite oberhalb der einer Bundesanleihe erzielt werden kann. Hauptrisiken sind eine unerwartet starke Abschwächung der Konjunktur und ein damit einhergehender Anstieg der Ausfallraten. Außerdem können Hochzinsfonds starken Wertschwankungen unterliegen, die sich negativ auf eine Anlage auswirken können.

 

Fazit

Institutionelle Investoren bewegen sich bis auf Weiteres in einem Umfeld historisch niedriger Zinsen. Vor diesem Hintergrund bieten Hochzinsanleihen ein vielversprechendes Chance-Risiko-Profil. Über die Konstruktion als Laufzeitfonds wird die Investition planbar und durch den Abrolleffekt entsteht ein Risikopuffer gegen Kursverluste. Die Familie der Laufzeitfonds wurde am 1. Oktober 2014 mit der Auflage des Deka-RentSpezial High Income 9 / 2020 (ISIN DK2EAJ / DE000DK2EAJ1) um einen neuen Fonds erweitert, der in die Segmente Corporates, High Yields und Emerging Markets Bonds investiert.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 3, November 2014