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Mit Kunst
Menschen verbinden

Schon seit Jahrzehnten engagiert sich die Deka für die Kunst. Sie pflegt Partnerschaften zu Museen, sammelt zeitgenössische Werke undsucht den Kontakt zum künstlerischen Nachwuchs. Dabei geht es ihr vor allem um den gesellschaftlichen Dialog. Bald öffnet die Deka-Kunstsammlung wieder ihre Türen

Links: das MMK im TaunusTurm. Links: das MMK im TaunusTurm. Rechts: Kunst von Absolventen der Städelschule: Helena Schlichting, permanent installation nr. 2 (2012). © Helena Schlichting

Verlässlicher Partner für Museen

Seit Jahren pflegt die Bank intensive Partner­schaften zu Museen, wie dem Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt oder den Staatlichen Kunst­sammlungen in Dresden. „Gerade für Museen werden verlässliche Partner immer wichtiger, denn ihnen fehlt es heute oft an Etats für Neuankäufe zur Weiter­führung ihrer Sammlungen – eine originäre Aufgabe von Museen“, betont Schuster-Müller. So wird das MMK in Frankfurt von der Deka und weiteren Partnern mit jeweils 40.000 Euro im Jahr gefördert, die dann von der Stadt verdoppelt werden. Damit können aktuelle Werke angekauft und neue Entwicklungen in der Kunst aufge­griffen werden.

 

Da die Sammlung des Frankfurter MMK stetig wächst, hat das Museum seit Herbst 2014 seine Flächen deutlich erweitert. Gemeinsam mit den Gründungs­partnern Stefan Quandt, der Ernst Max von Grunelius-Stiftung und der Helaba ermöglicht die Deka auch Ausstellungen im so genannten MMK 2 – der rund 2.000 Quadrat­meter umfassenden Dependance im Frankfurter Taunusturm mitten im Banken­viertel. Hier zu sehen: wechselnde Präsentationen aus den umfang­reichen Archiven des MMK unter aktuellen thematischen Schwerpunkten und aktuelle Neuankäufe, die sonst nicht gezeigt werden könnten. „Die rein private Finanzierung des MMK 2 ist ein überzeu­gendes Beispiel für eine Public-Private-Partnership und ein einzigartiges Modell der Museums­erweiterung“, so Schuster-Müller. „Diese praktische Form der Kunst­förderung kommt vor allem den Museums­besuchern zugute und deckt sich mit einer der zentralen Aufgaben der Sparkassen­organisation – der Förderung des Gemeinwohls.“

„Kunstförderung deckt sich mit einer der zentralen Aufgaben der Sparkassen: der Förderung des Gemeinwohls.“

Silke Schuster-Müller

Kunstexpertinder Deka

Junge Künstler im Fokus

Bei der Deka besonders im Blick: die Förderung junger Künstler: „Für uns kommt es entscheidend darauf an, dass sich Kunst mit aktuellen Themen auseinandersetzt. Gerade junge Künstler greifen aktuelle gesell­schaftliche Fragen auf und spiegeln diese in ihren Arbeiten wider“, betont Schuster-Müller. Beim Ankauf neuer Werke für die DekaBank-Kunstsammlung hat die junge Generation also gute Chancen – und etliche der jungen und vor Jahren noch unbekannten Künstler konnten sich inzwischen einen Namen machen. So zum Beispiel Liam Gillick, Tobias Zielony, Annette Kelm, Thomas Demand oder Nevin Aladag, die aktuell auf der documenta in Athen mit Arbeiten vertreten ist.

 

Ein enges Verhältnis pflegt die Deka zur renommierten Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Städelschule in Frankfurt am Main: Ein Sitzungssaal im Trianon ist eigens für Werke der Städel-Meisterschüler reserviert. „Mit diesen Ankäufen unterstützen wir ganz gezielt den für viele Künstler schwierigen ersten Schritt aus der Hochschule in den freien Kunstmarkt“, so Schuster-Müller. „Konzeptionell verfolgen wir bei unserer Sammlung bewusst einen breiten inter­nationalen Ansatz und kaufen Installationen und Videokunst ebenso wie Malerei, Fotografie oder Skulpturen. Das Format ist nicht entscheidend, entscheidend ist, dass Kunst etwas bewegt und im Betrachter auslöst.“ Und das kann auch erst mal Irritation sein. „Natürlich kommt es vor, dass das ein oder andere Kunstwerk bei unseren Kollegen im Trianon auf den ersten Blick Befremden auslöst. Dass die Kunst aber mittlerweile einfach zur Bank gehört, hat sich gezeigt, als wir wegen Brand­schutz­maßnahmen fast alle Werke vorübergehend entfernen mussten – die Mitarbeiter haben sie vermisst!“

„Kunst privat!“: Silke Schuster-Müller im Dialog mit Bernd Reiß, vor Werken von Oliver Heinzenberger.

Deka-Sammlung öffnet ihre Türen

Um interessante neue Kunstwerke zu finden, besucht Schuster-Müller regelmäßig Ausstellungen und Messen. Gekauft werden die Werke über Galerien – für den künstlerischen Nachwuchs üblicherweise das Eintrittstor zum Kunstmarkt. Obwohl Kunst als alternative Anlageklasse immer wieder attraktiv erscheint, sieht Schuster-Muller den Trend hin zu Kunst-Investments nicht unkritisch: „Um erfolgreich in Kunst investieren zu können, ist neben großer Fachkenntnis vor allem viel Kapital notwendig. Das Schöne ist doch, dass Kunst mehr ist als Investment. Wir setzen mit unserem Engagement für junge, zeitgenössische Kunst eher auf einen Perspektiven­wechsel. Denn selbst wenn ausgewählte Werke großer Künstler auf Auktionen Rekordsummen einspielen, ist Kunst in erster Linie ein Medium der kulturellen Bildung und des gesellschaftlichen Austauschs. Und in dieser Funktion ist sie in jedem Falle sehr wertvoll.“ Davon kann sich die Öffentlichkeit am 24. und 25. Juni in Frankfurt auch wieder vor Ort überzeugen. Denn dann öffnet die DekaBank-Kunstsammlung im Rahmen der jährlichen Reihe „Kunst privat! Hessische Unternehmen zeigen ihre Kunst“ ihre Türen. Die Initiative des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landes­entwicklung ist für Kunstfreunde inzwischen eine Institution – und die Deka ist hier von Anfang an mit dabei.


Unter www.kunstprivat.net können sich Markt & Impuls-Leser ab 24. Mai 2017 für eine Führung im Trianon anmelden.

Im Überblick

Kulturförderung der Deka-Gruppe

Museum für Moderne Kunst (MMK), Frankfurt am Main
Seit 2002 unterstützt die Deka als Partner die Erweiterung der Museumssammlung. Das MMK gehört zu den international führenden Museen moderner und zeitgenössischer Kunst. Seit Herbst 2014 ist das MMK an drei Standorten in Frankfurt vertreten: Während im Haupthaus, dem MMK 1 in der Domstraße, Sammlungs­highlights und Sonder­ausstellungen gezeigt werden, wird im MMK 3 (Zollamt) gegenüber junge, zeitgenössische Kunst ausgestellt. Der TaunusTurm im Herzen der Stadt beherbergt auf einer Etage das MMK 2.

 

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Seit 2006 ist die Deka einer der Hauptförderer der Staatlichen Kunst­sammlungen Dresden, die mit ihren elf Sammlungen zu den bedeutendsten Museen Europas gehören. Des Weiteren bieten der Kulturfonds, die Kunst­bibliothek sowie das Ausstellungs­gebäude Lipsiusbau an der Brühlschen Terrasse ein einzigartig vielfältiges kunsthistorisches Spektrum.

 

Stiftung für Fotografie und Medienkunst,
Archiv Michael Schmidt
Die Stiftung wurde 2003 von dem DSGV und der NordLB unter Beteiligung der Deka und der Deutsche Leasing AG ins Leben gerufen. Zielsetzung ist, das Werk des 2014 verstorbenen Künstlers Michael Schmidt, eines der renommiertesten Fotografen Deutschlands, zu erhalten.

Markt & Impuls - Für institutionelle Investoren - Ausgabe 2, Mai 2017